Manfred Helmes schwante Schlimmes: „Ich weiß nicht, was die Truppe sich ausgedacht hat“, meinte der „Motor“ des Lauftreffs Ganderkesee. „Man kann die auch kein Vierteljahr alleine lassen.“ Die Mitglieder des Lauftreffs, die sich in der Halbzeitpause des Werder-Spiels am Sonnabend bei Helmes versammelt hatten, hatten den allwinterlichen Spanienaufenthalt von Manfred und Anne Helmes genutzt und sich anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Lauftreffs etwas Besonderes ausgedacht: In Reimform erklärte Werner Nolte, worum sich vor allem Ute Ellinghusen bemüht hatte: neue, knallrote Laufjacken. Gesponsert von der Volksbank Ganderkesee-Hude werden die heimischen Sportler, die, so Helmes, bisher immer aussahen „wie ein bunter Haufen“, künftig bei allen Läufen als Ganderkeseer erkannt und dank des Namensaufdrucks auch gleich ansprechbar. Nachdem man sich in den Anfängen schon „mühsam gequält“ habe, wie Helmes angesichts

zunächst weniger Läufer zurückblickte, habe der Lauftreff jetzt 40 Läufer, 20 Walker und 8 Triathleten.

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Temporeich ging es auch am Sonntag beim Tag der offenen Tür auf dem Gelände des Baustoffhandels Garms in Schierbrok her: Dort war Bruno Gerdes eine der Hauptattraktionen. Mit der Kettensäge schuf der frühere Timbersportler im Handumdrehen wahre Kunstwerke. Übrigens: Von Verletzungen durch seine schnittigen Werkzeugen ist der Mann aus Bokel bisher verschont geblieben – seine Finger sind alle noch dran.

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Blut indes ist in der Hauptschule Ganderkesee geflossen: Das DRK hatte zur Spende aufgerufen und viele Ganderkeseer kamen, um zu helfen. Bereits zum 115. Mal gab Manfred Busch einen kleinen Teil seines Lebenssaftes ab – für den 69-jährigen eine regelrechte „Wellnessmaßnahme“: „Ich merke es immer körperlich, wenn ich längere Zeit mal nicht gespendet habe“, sagte Busch, der 1960 als Soldat erstmals „zur Ader gelassen“ wurde und seither regelmäßig, ein- bis zweimal jährlich, an der Aktion teilnimmt. Obwohl er die Altersgrenze des vollendeten 69. Lebensjahres bereits überschritten hat, möchte Busch weiterspenden, solange es seine Blutwerte zulassen. Ebenfalls zum 115. Mal war Wilfried Rabs gekommen – wie immer gemeinsam mit einigen Nachbarn. Petra Reisch, die Organisatorin der Ganderkeseer Blutspende, bedankte sich bei beiden „Jubilaren“ für deren Spendenbereitschaft mit einem Blumenstrauß und

einem Paket Kaffee zur Stärkung.

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Um eine Ehrung ging es am Sonntag auch in Schönemoor: Dabei musste Pastor Dirk Range erkennen, dass es „gar nicht so einfach ist, einen schüchternen Menschen zu ehren“. Um Jochen Hoffmann, Gärtner der Gemeinde, anlässlich seines zehnjährigen Dienstjubiläums auszuzeichnen, musste der Pastor der ev.-luth. St.-Katharinen-Kirchengemeinde einen besonderen Wunsch erfüllen. „Ich komme nur, wenn ich einen goldenen Klappspaten bekomme“, hatte Hoffmann augenzwinkernd angekündigt. Diesem Wunsch kam Range gern nach. Im Rahmen eines Gottesdienstes überreichte er Hoffmann zur Freude der Gemeinde einen Blumenstrauß und einen goldenen Klappspaten in Originalformat. „Jochen verrichtet seine Arbeit hier ganz still und unauffällig, bringt aber seinen ganz eigenen Stil in die Anlagen ein, besonders in der Gestaltung des Friedhofes als parkähnliche Anlage“, findet Pastor Range. „Eigentlich sieht man ihn immer beschäftigt,

neuen Beete oder zurzeit einen neuen Weg anzulegen.“ Zuständig ist der Gärtner für die Pflege des denkmalgeschützten Ensembles von Friedhof, Allee und Kirche. Nach Schönemoor kam er in den 70er Jahren zur Zeit Pastor Sibo Kunstreichs. Seitdem ist er dem Ort treu geblieben und wohnt in Neuenlande. „Seinen goldenen Spaten wird er hoffentlich an einem Ehrenplatz im Wohnzimmer aufhängen“, hofft Range.

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