Neerstedt „Piraten Ahoi“ hieß das erste Stück nach den Festtagen und dem Jahreswechsel im einzigen Theater des Landkreises Oldenburg. Trotz des plötzlichen Wintereinbruchs hatten viele Freunde des plattdeutschen Theaters den Weg nach Neerstedt auf sich genommen. Sehr zur Freude von Erhard Hofemann und Dieter Kruse von der Korsorsbarger Speeldeel.

Mit dem Schwank in drei Akten von Andreas Wening, übersetzt von Helmut Schmidt, machten die Laiendarsteller aus Achternmeer ein Fass der Irrungen und Wirrungen auf. Es ist ein Stoff, aus dem plattdeutscher Theaterspaß programmiert ist.

Alles dreht sich zunächst um die putzsüchtige Sigrid Wilbert (Anita Augustyniak). Doch als Sohn Karsten Wilbert (Dirk Stahmer) von seinem Vater Peter (Dieter Kruse) hört, dass er einen Kapuzineraffen in Strickweste gesehen habe, der ihn sogar geohrfeigt und mit Käse beworfen habe, macht er sich ernsthafte Sorgen. Zumal der Vater weiter steif und fest behauptete, dass zwei Piraten den Keller gestürmt und der Nachbarin Vicky (Katharina Arnken) ihr Geranien fressendes Pferd eigenhändig nach Hause getragen hätten.

Doktor Rudolf Rüssel (Lars Deeken) diagnostiziert Verwirrtheit aufgrund toxischer Vergiftung durch Reinigungsmittel.

Doch mit Bananenschnaps und einem Koffer voller Dessous kommt am Ende heraus, dass Vicky ihren Vater suchen würde, der aus dem Süd-See-Altenheim getürmt sei. Der Grund: Er wollte Vorsitzender der Piraten-Partei werden. Er wird schließlich völlig betrunken bei einer Veranstaltung der Piraten gefunden und soll nun eingefangen werden.

Auf der Bühne sorgten weiter Else Flammer (Heike Renken), Gerda Tischbein (Erika Stahmer), Rosi Morgenrot (Bärbel Schlösser-Augustynak), Martin Weißglut (Heinz Backhus), Kapitän Windspöken (Heinz Scholte) und Smutje Slotterbeck (Andreas Hauke) für den turbulenten Theaterspaß. Im Hintergrund standen die beiden Toopuster Anja Renken und Karin Bruns bereit. Für die Maske sorgten Karin Reckemeyer und Kerstin Warkentin sowie Sandra Stoffers.

Nach dem Jahreswechsel zog der Verein Neerstedter Bühne eine Zwischenbilanz. Im ersten Teil der laufenden Spielzeit kamen in elf Veranstaltungen 1134 Zuschauer in das Theater. Im Vorjahr waren es bei fünf Veranstaltungen 424 gewesen. „Doch die Aufführungen des Dance-Center Delmenhorst hoben den Schnitt nach oben“, erklärte die 2. Vorsitzende Annika Stolle.

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