Farben stehen zwar im Mittelpunkt der Ausstellung von Beate Reinsch im Falkenburger Konventsladen. Bei der Vernissage am Freitagabend bekamen Töne aber ebenso viel Applaus. Sarah Tammen, Leonie Becker, Lara Reckziegel und Mirja Schole sorgten mit Flöten und Klarinetten für die musikalische Untermalung der feierlichen Ausstellungseröffnung. Für Beate Reinsch, die bis vor zwei Jahren nur wenige Meter weiter in der Grundschule Habbrügge unterrichtet hat, ist es die erste alleinige Ausstellung. In ihren farbenfrohen Bildern reduziert sie die Natur auf das Wesentliche: Blumen, Bäume, Landschaften als farbige geometrische Formen. Auch Jürgen Richter, der in die Arbeit der Malerin einführte, hob Formen und Farben in den Bildern als deren zentrale Elmente hervor. Die Ausstellung, in der begleitend auch Filzarbeiten von Petra Lucas aus Varel gezeigt werden, ist bis Weihnachten im Konventsladen in Falkenburg

zu sehen. Täglich außer freitags und sonntags ist von 13 bis 14 Uhr geöffnet. Andere Besichtigungstermine können jederzeit unter 0 42 22/5268 bei Brigitte Kühntopf vereinbart werden.

Feierlich ging es am Sonnabend auch bei der Turnerschaft Hoykenkamp zu. Bei der Vereinsgründungsfeier ehrte der zweite Vorsitzende Berthold Diers die langjährigen Mitglieder.

Geehrt wurden Adolf Menkens und Alfred Brinkmann für 60 Jahre Mitgliedschaft, sowie Herbert Gottwald für 50 Jahre in der Turnerschaft. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Heinz Fiedler, Ilse Holte, Bärbel Mahlstedt, Erika Molde, Ria Molde und Horst Werner geehrt. Kai Hachenberger, Monika Haubitz, Horst Konze, Christa Kornitz, Sven Leifholz, Thomas Spannhake und Thorsten Stührenburg halten der Turnerschaft seit 25 Jahren die Treue. Einige der Geehrten waren nicht anwesend.

Der Ehrenvorsitzende Georg Schmidt gab im Saal bei Menkens einen kurzen Rückblick auf die Vereinsgeschichte und erinnerte an die Zeiten, als der Sportbetrieb noch an der selben Stelle stattfand. „Wir müssen in Erinnerung behalten, wie es vor fast 100 Jahren angefangen hat“, betonte Schmidt.

Heute verfügt die Turnerschaft über 600 Mitglieder. Sie haben in der neuen Sporthalle Altengraben sehr gute Trainingsbedingungen.

Grund zum Feiern hat auch Traude Stubbemann. Schließlich hat sie bei einem Gewinnspiel des Warenhauses „Kaufland“ in Delmenhorst einen einwöchigen Urlaub auf dem Bauernhof gewonnen. Der Gutschein hat einen Wert von über 1000 Euro. Ralf Henning, Kaufland-Hausleiter, gratulierte der glücklichen Ganderkeseerin mit einem Blumenstrauß (ovales Bild) und übergab ihr einen Katalog, aus dem sie sich eine Reise aussuchen kann. Dabei darf sie noch drei weitere Personen mitnehmen. Wahrscheinlich werde sie in den Süden Deutschlands fahren, Bayern oder Baden-Württemberg, erklärte Stubbemann. Dort lebt nämlich ihre zwölfjährige Enkelin Kim, die Traude Stubbemann mit einem gemeinsamen Bauernhof-Urlaub überraschen will.

Überrascht war eine ehemalige Nachbarin von Yared Dibaba, die am Sonnabendnachmittag in den Weltladen gekommen war, um den inzwischen prominenten Nachbarsjungen einmal wiederzusehen. Dibaba hatte seinen Auftritt bei der „GalaPLATTe“ dazu genutzt, sich wieder einmal in der alten Heimat umzuschauen. Und seine Nachbarin erkannte er sofort wieder.

Doch ganz sattelfest in der Erinnerung ist der 39 Jahre alte Moderator und Entertainer dann doch nicht: Auf dem Weg von Oldenburg nach Ganderkesee habe er die falsche Autobahn gewählt, erklärte der sympathische Ganderkeseer, der seit einiger Zeit mit seiner Familie in Hamburg lebt, den im Weltladen wartenden „Fans“ seine Verspätung.

Sein erstes Zuhause nach der Flucht der gesamten Familie vor dem Bürgerkrieg aus Äthiopien war in Falkenburg – und aus dieser Zeit kennt er auch den Laden, der von der Arbeitsgruppe Dritte Welt 1981 im Keller des Lutherstifts eröffnet worden war. 18 Jahre später wurde das Geschäft nach Ganderkesee verlegt. Der erste Eindruck vom neuen Standort war offenbar sehr positiv. „Das sieht hier richtig gut aus“, bekannte Dibaba. Elke Mestemacher und Enno Strodthof (rundes Bild) freuten sich über das Lob.

Viel Lob gab es auch für die Abschlussveranstaltung der Plattdüütschen Week. Die GalaPLATTe bot viel Abwechslung – und eine doppelte Tanzeinlage: Zunächst hatte Sänger Fabius die Bürgermeisterin zu einem kleinen Tänzchen auf die Bühne gebeten, später legte Alice Gerken-Klaas dann noch einmal mit Ehemann Hans-Hermann eine heiße Sohle aufs Parkett beziehungsweise die Bühne. Das Paar machte, da war sich das Publikum einig, eine gute Figur.

Noch nicht ganz so fit im Tanzen sind die Ballett-Mädchen des TSV Ganderkesee. Die Gruppe wurde vor drei Jahren eingerichtet. Inzwischen machen an die 30 junge Mädchen mit. Sie gaben am Wochenende einen Einblick in ihr Training und ihr Tanzrepertoir. Eltern, Großeltern und Geschwister waren ein dankbares Publikum. Besonderen Beifall erhielt der Auftritt der jungen Balletteusen in einer Zirkusvorstellung: Da waren Frösche unterwegs, machten Kängurus große Sprünge, mussten Raubtiere gebändigt werden. Zum Abschluss präsentierte der TSV-Nachwuchs dann auch noch einen Flohzirkus.

Zumindest Bestandteile einer Zirkusvorstellung gab es auch während des Ganter-Tachs zu sehen. Auf den Straßen waren Ballonkünstler unterwegs, in der Mühlenstraße führte ein Clown Jonglage vor und lud auch zum Mitmachen ein. Auch die Jugendlichen, die den Skater-Parcours befuhren, zeigten bisweilen artistische Qualitäten. Andere Teilnehmer des Ganter-Tachs mussten ganz andere Fähigkeiten beweisen. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee beispielsweise wollte mit den Ganderkeseern ins Gespräch kommen und hatte als „Lockmittel“ Hackgrütze zum Verkauf angeboten. Entweder waren die Ganter-Tach-Bummler zu kontaktfreudig oder die Hackgrütze war zu gut: Bereits nach gut einer Stunde war der gesamte Vorrat verkauft, berichtete Gemeindepressewart Thomas Düßmann. Um den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, wurde auf Abhilfe gesonnen. „Schlachter Hergen Kämena aus Heide hat uns toll geholfen“, sparte Düßmann nicht mit

Dank für unbürokratische Unterstützung an einem Sonntag. Kämena ließ es sich nicht nehmen, selbst für genügend Nachschub zu sorgen.

Ruhiger ging es derweil in der Auferstehungskirche zu, wo am frühen Sonntagabend das Ensemble „Posaunen-Kolleg“ Kompositionen seines Leiters Ulrich Swakowski spielte. Dazu gehörten Stücke aus dem Bereich der Spirituals ebenso wie Bearbeitungen traditioneller Kirchenmusik. Der Organist an „Zwölf Apostel“, Michael Brockmann, präsentierte Orgelmusik von Bach und Distler. Ergänzt wurde das abwechslungsreiche Konzert durch den Delmenhorster Kirchenmusiker Ralf Mühlbrandt, der u.a. Psalmvertonungen von Antonin Dvorak vortrug.

Der Verkauf ist angelaufen, aber längst noch nicht alle Exemplare sind unter die Leute gebracht worden. Der Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh hat erstmalig einen Jahreskalender drucken lassen – mit vielen alten Aufnahmen aus beiden Ortschaften. Der Vereinsvorsitzende Reinhard Siemer rechnet nicht damit, dass aus dem Verkaufserlös maßgebliche Mittel in die Umgestaltung des Geländes am Dorfgemeinschaftshaus und des Außenbereichs des Kindergartens in Elmeloh fließen werden, schließlich bleiben für den Verein pro Exemplar lediglich 2,50 Euro übrig. „Wir sehen den Kalender mehr als eine Serviceleistung für unsere Bürger“, sagte Siemer. Bilder für die nächste Ausgabe werden noch gesucht.

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