Bookholzberg Um den jährlichen Möbel-Fund kommen die Bookholzberger Teilnehmer der Aktion „Saubere Landschaft“ einfach nicht umhin: Am Sonnabend, als in sieben Teilen der Gemeinde insgesamt fast 300 fleißige Helfer ausschwärmten, um die Natur von den Hinterlassenschaften anderer zu befreien, stand bei den 50 Bookholzbergern wie schon im Vorjahr eine Sofa-Garnitur auf der Liste der Funde. Insgesamt „einen halben Container voll“ hätten Orts- und Heimatverein (OHV), Jugendfeuerwehr und Wesley-Scouts an Unrat eingesammelt, so Tanja Wawrzinek aus dem OHV-Vorstand.

Viele Kinder waren auch in Immer-Bürstel unter den rund 50 Helfern, die in zehn Gruppen durch ihre Dörfer zogen. Ihre auffälligsten Funde: eine Lampe mit Leuchtstoffröhre, ein fast voller Farbeimer, ein Handy und ein Toilettenspülkasten. „Und unheimlich viele Coffee-to-go-Becher“, bilanzierte Ute Holschen, Vorsitzende des Orts- und Heimatvereins Bürstel-Immer. Insgesamt seien etwa zwei Kubikmeter Müll zusammengekommen – gefühlt etwas weniger als 2015.

Den gleichen Eindruck hatte Reinhard Siemer vom Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh, auf dessen Einladung 26 Erwachsene und acht Kinder unterwegs waren. Fünf weitere Helfer waren verhindert, aber „sie haben am Freitag schon fleißig vorgesammelt“, berichtete der Ortsvereinschef erfreut. Insbesondere im Bereich der Pendlerparkplätze in Almsloh gab es für die Gruppe viel zu tun. Auch zwischendurch müsse hier regelmäßig Müll abgefahren werden, so Siemer.

Ein notorischer Umweltsünder konnte in Hoykenkamp indes direkt überführt werden: In einer Bushaltestelle an der Schierbroker Straße seien schon häufiger Müllsäcke mit Windeln und Babynahrung vorgefunden worden, berichtete Ortsvereinsvorsitzender Hartmut Fastenau. Diesmal sei darin jedoch auch ein Prospekt mit der Adresse des Verursachers gefunden und direkt die Polizei informiert worden. 16 Freiwillige waren in Hoykenkamp ausgeschwärmt. Gefunden haben sie laut Fastenau „sehr viel Plastik“, insgesamt aber etwas weniger Abfall als in den Vorjahren.

Von einer leicht rückläufigen Tendenz sprach auch Fritz Witte aus dem Vorstand des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee für den Kernort. Hier waren insgesamt 30 Teilnehmer von OHV, Schwimmverein und DLRG unterwegs und trugen 30 Säcke Abfall zusammen.

Schwer zu schleppen hatten die Schönemoorer: Eine Klobrille und ein ganzer Schwung DVDs zählten dort zu den leichteren Funden – hinzu kamen jedoch unzählige Autoreifen. Insgesamt „vier bis fünf Tonnen“ an Abfällen seien im Container gelandet, schätzte Bernd Schulte, Vorsitzender des Orts- und Verkehrsvereins.

Bedauerlich findet Schulte, dass an der Sannauer Hellmer regelmäßig „unsagbar viel Müll“ gefunden werde – unter anderem LKW-Planen und Reifen. Mit 57 Erwachsenen und 14 Kindern und Jugendlichen war in der Altgemeinde die größte Gruppe unterwegs. Besonders freute sich Schulte, dass eine Gruppe von Flüchtlingen, die derzeit die ehemalige Verwaltungsaußenstelle in Horst bewohnen, mitgesammelt hat.

Viele Autoreifen landeten auch in Bookhorn im Container. Dort befreiten 20 Freiwillige die Umwelt von geschätzt sieben Kubikmetern Unrat. Insgesamt etwas weniger Müll als 2015, jedoch allerlei große Fundstücke wie ein Klo, ein Fernseher, eine Stereoanlage, Kinderspielzeuge und zahllose Schnapsflaschen sammelten die Bookhorner laut Carsten Busch, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft.

Dort klang der Dorfputz, genau wie in den sechs übrigen Orten, bei einem gemeinsamen Mittagessen der Aktiven aus.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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