HUDE Die Gemeindeverwaltung pfeift personell aus dem letzten Loch: „Unsere Kapazitäten sind ausgeschöpft und zum Teil sogar überlastet“, sagte Verwaltungsvize Wolfgang Martens am Dienstagabend im Finanzausschuss. Nach außen sichtbar werden die personellen Engpässe besonders im Bürgerservicebüro des Rathauses. Dort komme es zu langen Wartezeiten, wusste Ratsherr Jörg Kreusel aus Gesprächen mit Bürgern zu berichten. Im Sozialamt hätten die einzelnen Sachbearbeiter mit gestiegenen Fallzahlen zu tun.

Martens bestätigte, dass der Arbeitsaufwand im Bürgerservicebüro stark zugenommen habe – zum einen durch stark steigende Zulassungszahlen im Kfz-Bereich, zum anderen durch den umfangreichen zusätzlichen Verwaltungsaufwand, den die Einführung der flexiblen Angebotszeiten in Kindergärten verursacht hat. Die Verwaltung will darauf reagieren, indem ab dem 1. Juni für eine aus der Elternzeit zurückkehrende Mitarbeiterin eine zusätzliche Stelle mit 16 Wochenstunden eingerichtet wird. Jörg Kreusel war das noch nicht genug: Zur Entspannung der Personalsituation beantragt er die Übernahme des Auszubildenden. Darüber wird im Rahmen des Stellenplans in der Haushaltsdebatte im Gemeinderat am 4. Februar entschieden.

Ein weiterer Antrag, den Jörg Kreusel – diesmal gemeinsam mit Birte Wachtendorf (Grüne) – gestellt hat, fordert Klarheit bei der personellen Situation im Kulturhof: Nach den vor gut einem Jahr ausgesprochenen Kündigungen für zwei Mitarbeiter leitet Präventionsbeauftragte Birgit Lohmann-Liebezeit den Kulturhof.

Kreusel und Wachtendorf beantragen, dass eine mit rund 30 Wochenstunden ausgestattete Stelle „Leitung Kulturhof/Prävention/Koordination“ gebildet wird. Außerdem fordern sie, dass die Stelle des bisherigen Jugendpflegers mit 30 Stunden wiederbesetzt und mit den Tätigkeitsbereichen Jugendpflege/Jugendförderung/Sportförderung neu zugeschnitten wird. Die bisherigen Stellen eines Erziehers (für Kulturhof und Jugendzentrum Wüsting) und einer Sozialpädagogin (für Peter-Ustinov-Schule und Kulturhof) sollen erhalten bleiben. Die bisherige Stelle „Handwerker im Erziehungsdienst“ möchten Kreusel und Wachtendorf in zwei 19,5-Stunden-Jobs für eine Bürokraft sowie für die Haus- und Gartenpflege aufgeteilt wissen. Das Budget für eine im Stellenplan vorhandene Erzieherin soll weiterhin für den Einsatz von Honorarkräften genutzt werden.

Personalratsvorsitzender Roland Arndt unterstützte den Antrag: Im Kulturhof werde seit einem Jahr „sehr gut“ improvisiert, es sei höchste Zeit, daraus jetzt feste Strukturen zu formen. Das Warten auf den Ausgang der von den Ex-Mitarbeitern angestrengten Arbeitsgerichtsverfahren könne noch ein halbes Jahr dauern.

Kämmerer Franz-Herbert Bunjor geht in den Ruhestand

Veränderungen im Rathaus: Kämmerer Franz-Herbert Bunjor (Bild) geht am 31. März in Pension – eine Wiederbesetzung der Stelle mit einem Beamten soll nicht erfolgen. Seine Aufgaben als Bereichsleiter Finanzen soll der bisherige Projektleiter für die Einführung der „Doppik“, Olaf Hespe, übernehmen. Hespe entlastet darüber hinaus weiterhin Verwaltungsvize Wolfgang Martens bei der Leitung des Fachbereiches „Zentrale Verwaltung“, zu dem auch das Schulwesen gehört.

Als Ausgleich für die wegfallende Beamtenstelle soll eine Stelle für den Aufbau einer zentralen Gebäudebewirtschaftung geschaffen werden. Aufgaben werden u. a. die Erarbeitung von Sanierungskonzepten sowie die finanzierungs- und verwaltungsmäßige Begleitung von Bauvorhaben sein.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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