DöTLINGEN Carsten Bruhns führte in die Ausstellung ein. Tuschezeichnungen seien seine Lieblingsbilder von Christian Kloess.

Von Matthias Kosubek DÖTLINGEN - Als Gunda Stolle sich entschloss, in ihrer Galerie im Doppelheuerhaus am Rittrumer Kirchweg in Dötlingen Bilder des im März vergangenen Jahres allzu früh verstorbenen Malers Christian Kloess auszustellen, der dieser Tage 70 Jahre alt geworden wäre, erfuhr sie von Kloess’ Witwe Julia, dass auch Hans-Karl Kloes (1901 bis 1981) Landschaftsbilder gemalt hat. Was lag also näher, als das Schaffen des Sohnes dem seines Vaters in einer gemeinsamen Ausstellung gegenüber zu stellen.

Gestern wurde die Bilderschau unter dem Motto „Faszination der Landschaftsmalerei“ bei erfreulich großem Publikumsinteresse (mehr als 60 Besucher waren gekommen) eröffnet.

Bildhauer Carsten Bruhns, Freund von Kloess jun., führte in die Ausstellung ein. Beide, Vater und Sohn, stünden in Distanz zu den von ihnen gemalten und gezeichneten Landschaften. Durch ihr künstlerisches Schaffen erschlössen sie sich die Landschaft, mit der sie sich verbunden fühlten, kämen ihr nahe. Beide hätten ähnliche Sichtweisen auf die Landschaften, beide seien Autodidakten, aber keine Laienmaler.

Seine Lieblingsbilder, so Bruhns, seien Tuschezeichnungen mit starkem Abstraktionsgrad von der „Indian Country“, Motive aus dem Indianerland der USA, vom Grand Canyon, dem Colorado River, dem Rio Grande oder dem Jemez Valley. Daneben finden sich Bilder in Acryl aus New Mexico, aber auch heimische Landschaften aus Dötlingen und seiner Umgebung, zum Beispiel Vor dem Wehe, der Grenzweg. Die „alte Schusterei“ hat Kloess im Wechsel der Jahreszeiten gleich viermal gemalt.

Im Nebenraum dann die Bilder des Vaters: norddeutsche Motive in Pastellkreide, Öl oder Temperafarben. Christian habe viel von seinem Vater gelernt, so Bruns.

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung durch den französischen Sänger Pierre Chuchana aus Bremen, der einige Lieder des bekannten Chansonniers Georges Brassans sang.

Die Kloess-Bilder sind bis zum 4. März zu sehen. Parallel werden Plastiken, Stelen und Skulpturen der Künstlergruppe „Wir“ ausgestellt.

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