GANDERKSEE GANDERKSEE - Viel Lob gab es für den Faschingauftakt am Freitagabend. Zu vernehmen waren aber auch kritische Stimmen. Mit einer Umfrage am Wochenende zieht die NWZ Bilanz des Faschingsauftakts im Gasthof Witte, der um 3.45 Uhr ausklang.

Für Hans-H. Hubmann war es ein „gelungener Auftakt in die Faschingssession 2005/2006“. Angetan hatten es ihm vor allem Jennifer Oltmanns und Daniela Ferdinand aus Varel. „Die akrobatischen Leistungen“ der Funkenmariechen begeisterten den CDU-Fraktionsvorsitzenden. „Was die hingelegt haben, das war schon toll.“ Weniger Zuspruch bekam der Parodist Christian Korten von Hubmann: „Die Imitationen von Schröder und Merkel waren total daneben“, gab es parteiübergreifende Kritik. Bei den neuen Majestäten sprach Hubmann – als Mitglied des Heldengreifkommandos selbst nicht ganz unbeteiligt – von einer „sehr, sehr guten Wahl des Festausschusses“. Allein die spontane Zusage von Kerstin I. (Werres) und Peter II. (Abel) zeige, „dass sie Lust haben, sich voll einbringen werden und die Session nachhaltig bestimmen“.

Sehr gut gefallen hat der Abend auch Christian Dürr. Der FDP-Landtagsabgeordnete war unverhofft selbst Teil des Programms geworden, als er mit den Ex-Majestäten und Ex-Ehrendamen sowie der „guten Fee“ Christel Zießler auf die Bühne musste. „Ich war vollkommen überrascht“, so Dürr, der von seinem Auftritt vorher nichts wusste. „Aber wir hatten auf der Bühne einen Höllenspaß, wie auch die Zuschauer.“ Für ihn war die „tolle Veranstaltung“ ein Auftakt nach Maß: „Wenn die Büttenabende auch so werden, wird das eine tolle Faschingssaison.“

„Schön gemacht und für den Auftakt gut“, ist die Beurteilung von Rudi Kramer. Der „frühere Faschingsmuffel“ hätte sich aber mehr „Selbstgestricktes“ gewünscht. Auch bei ihm fand Parodist Korten kein Gefallen. Sein Urteil: „Das war nicht karnevalsmäßig.“ Kritik auch an der Länge des Programms. „Ab Halbzehn hatten die Leute keine Lust mehr auf Programm. Sie wollten sich unterhalten und feiern.“

„Einen Tick zu lang“ fand das Programm auch Gerrit Meyer, der die Moderation allein, die Organisation aber „im Team“ inne hatte. „Der ein oder andere Punkt hätte vielleicht an einen anderen Platz gehört. Die Hauptsache aber: Bei den sechs Programmpunkten „war für jeden etwas dabei“. Die Stimmung am Freitagabend sei „recht gut“ gewesen, allerdings hat Meyer keinen großen Unterschied zu Veranstaltungen mittwochs oder donnerstags ausgemacht. Die Tendenz gehe aber klar „Richtung Party“. „Das habe ich auch als Moderator gemerkt. Je später der Abend, desto schwerer kommt man durch.“

Das bestätigt auch Meyers Frau Susanne Otero, die den Abend als Zuschauerin verfolgte. Das Publikum sei „sehr unruhig“ gewesen. Die Gründe: „Erstens wollen die Leute wissen, wer Prinzenpaar ist, und dann wollen sie feiern“. Auch sei der Saal zu voll gewesen. „Da wurden Karten für Plätze verkauft, von denen man gar nichts sehen konnte. Das muss nicht sein. Das Programm sei „gut, aber zu lang“ gewesen, der „Ablauf des Abends positiv“.

Wie „fast jedes Jahr zum 11.11.“ war Gudrun Ostendorf auch Freitag dabei. „Das war eine ganz tolle Sache, was die Vereine da auf die Beine gestellt haben“, lobte sie das „kurzweilige Programm, bei dem für jeden was dabei war“. Ihr habe „die erste Darbietung der Penner am besten gefallen“. Etwas gestört habe nur die scheinbar noch engere Bestuhlung. „Der Stimmung hat das aber keinen Abbruch getan“, so Ostendorf.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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