Lintel Das war eine rundum gelungene Premiere: Im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Gasthof Mehrings präsentierte die Speelkoppel Lintel ihr neuestes Werk: „Och Gott, Herr Pastoor“.

Die Geschichte um den Pastor Peter Jacob (Fred Pöpken) und seinen jüngeren Namensvetter (gespielt von Dennis Precht), die unverhofft in ein großes Verwirrspiel geraten, begeistert von Beginn an. Denn vor allem Fred Pöpken als Pastor und Insa Schlötelburg als Lena Huch, der Tochter der Haushälterin Helga Huch, überzeugten wieder mit bemerkenswertem Schauspiel. Doch auch bei den anderen Schauspielern war zu merken, dass die Speelkoppel Lintel mittlerweile zu einer selbstbewussten und wirklich guten Schauspieltruppe gewachsen ist.

Das Publikum war von Anfang an gut drauf und fieberte begeistert mit den Protagonisten mit, die sich meist durch Schusseligkeit von einem Fettnäpfchen in das andere manövrierte. Dem Publikum bescherten sie damit humorvolle Momente, die mit großem Applaus gewürdigt wurden.

So zum Beispiel der liebenswerte Pastor selbst, der plötzlich im Nachthemd vor Sieglinde Schnatterich, der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden, steht und anerkennend zugeben muss: „Dass ich das gestern abend noch geschafft hab.“ Schnatterich – herrlich übertrieben unsympathisch dargestellt von Wiebke Schlötelburg – muss sich im Laufe des Theaterstücks einiges gefallen lassen, ist sie mit ihren Meckereien doch Zielscheibe von jeglichem Sarkasmus. So klagt sie der Pastorenhaushälterin Helga Huch (Doris Ahlers) ihr Leid über einen stechenden Schmerz im Auge beim Teetrinken. „Dann musst du halt einfach mal den Löffel aus der Tasse nehmen“, wettert die genervte Tochter Lena Huch (grandios: Insa Schlötelburg).

Diese hat mit einem riesigen Problem zu kämpfen: Während ihre Mutter die „unschuldige“ Tochter ins Kloster schicken will, hat sie gerade herausgefunden, dass sie von ihrem heimlichen Freund Peter Jacobs schwanger ist.

Als dann auch noch die schnatternde Sieglinde herausfindet, dass ein gewisser Peter Jacob Vater wird, nimmt die Verwirrung ihren Lauf. Die neue Geschäftsidee vom Pastor und seinen Freunden Charly (wie immer eine rundum überzeugende Schauspielleistung: Jens Ehler) und Otto (Frank Büscher) empfängnisförderndes Heilwasser aus dem kaputten Taufbecken der Gemeindekirche zu verkaufen, ist da nicht gerade förderlich.

Das Theaterstück „Och Gott, Herr Pastoor“ ist ein rundum gelungener Dreiakter, den die Speelkoppel Lintel liebevoll und mit einem sehr gut pointierten Humor auf der Bühne in Hurrel präsentierte. Bis zum 8. März ist die Speelkoppel mit insgesamt acht weiteren Terminen mit „Ach Gott, Herr Pastoor“ in der Region unterwegs.

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