Seit nunmehr 16 Jahren betreibt der Orts- und Heimatverein (OHV) Ganderkesee die Heimatstube in Bürstel, und regelmäßig lädt der Vorstand zusammen mit Elfriede und Werner Sotta, den Beauftragten für die Hei­matstube, zum Tag der offenen Tür ein – so auch am Sonnabend wieder. Die Resonanz war beeindruckend: 135 Einträge zählte das Gästebuch am Abend, wie Elfriede Sotta mehr als zufrieden berichtet. Nicht nur hätten die engagierten Mitglieder des Vereins am Abend sämtliche Kuchenbleche restlos geleert wieder mit nach Hause nehmen können. Es seien auch gleich noch 295 Euro an Spenden für die Unterhaltung der Hei­matstube zusammengekommen. Bereits in ihrer Ansprache am Vormittag hatte die ehemalige Vorsitzende des Orts- und Heimatvereins mehr als 50 Mitglieder und Freunde des Vereins begrüßen können – unter ihnen Ganderkesees stellvertretender Bürgermeister Dieter Osterloh, der die Bürsteler Schule einst selbst besucht und dort Hochdeutsch gelernt hatte. Die Grüße der Gemeindeverwaltung überbrachte er indes – wie es sich in der Hei­matstube gehört – auf Platt. Osterloh betonte die Bedeutung des unermüdlichen Einsatzes der OHV-Mitglieder für die Heimatstube. Die Unterstützung seitens der Gemeinde beschränke sich schließlich darauf, dass sie die alte Dorfschule zur Verfügung stelle. Die kleine Feierstunde für die Heimatstube nahm OHV-Vorsitzender Gerold Ahlers zum Anlass, erstmals langjährige Mitglieder zu ehren. Für die mindestens 50-jährige Vereinszugehörigkeit überreichte Ahlers jeweils eine Urkunde und eine Rose an Klara Köhler, Hermann Lüllmann, Herbert Meyer, Horst Schilke, Karl-Heinz von Seggern und Hilde Timmermann. Nachgereicht wird die Ehrenurkunde zudem an Klaus Stolle, der am Sonnabend nicht dabei sein konnte.

Nachgereicht werden soll an dieser Stelle noch etwas – der Name des Herrenvogelkönigs I vom Schützenverein Urneburg. Das Schießen hatte am Sonntagabend wegen der Königsproklamation unterbrochen werden müssen und war schließlich erst nach Redaktionsschluss zu Ende gegangen. Hartmut Brinkmann heißt der Schütze, dem es nach mehr als fünfstündigem Schießen doch noch gelungen ist, den Vogel abzuschießen. Wie schon beim Orts- und Heimatverein Ganderkesee wurden am Wochenende auch beim Schützenverein Urneburg langjährige Mitglieder geehrt. Im Rahmen der Königsproklamation ausgezeichnet wurden für 60-jährige Vereinszugehörigkeit Helmut Finke, Fritz Gillerke und Hellmut Wieting, für 50 Jahre im Verein Claus Nowak, Herbert Schröder und Werner Strudthoff und für 40 Jahre im SV Urneburg Jürgen Febert, Helmut Nolte, Walter Stenzel und Dieter von Seggern. Seit einem Vierteljahrhundert dabei sind Hergen Bahrke, Hergen Brinkmann, Lore Rahden und Friedhard Witte.

Traditionspflege ist, genau wie für die Schützen, auch das Anliegen des Kameradschaftsbundes Schönemoor. Er veranstaltete am Sonnabend eine kleine Feierstunde am Denkmal an der Schönemoorer Landstraße, das exakt an diesem Tag vor 100 Jahren eingeweiht worden ist. Im Gedenken an die Opfer der Weltkriege legten Helmut Otte, Helmut Haude, Günter Oltmanns und Martin Kroog, der das Denkmal seit mehr als 45 Jahren pflegt, einen Kranz nieder. In seiner Ansprache vor Vertretern der örtlichen Vereine berichtete Helmut Otte, Vorsitzender des Kameradschaftsbundes, dass das Denkmal eigentlich schon im Juni 1911 hatte eingeweiht werden sollen, jedoch ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche dazwischenkam. Als die Zeremonie im August schließlich stattfinden konnte, hätten mehr als 1000 Gäste die Einweihung des Ehrenmals verfolgt. Auch Pastorin Susanne Wöhler rief dazu auf, die Erinnerung an das Vergangene zu bewahren.

Ein Berufskollege von Pastorin Wöhler hat die Gemeinde Ganderkesee vor kurzem verlassen, um eine Gemeinde in Edewecht zu übernehmen: Pastor Gunter Blaschke, der elf Jahre lang die ev.-methodistische Kirchengemeinde Bookholzberg betreut hatte, wurde nun zusammen mit Ehefrau Bärbel Krohn-Blaschke und Sohn Samuel von Superintendent Uwe Onnen (oberes ovales Bild, rechts) an seiner neuen Wirkungsstätte willkommen geheißen. Ein Unbekannter ist Blaschke in Edewecht nicht. Bereits von 2005 bis 2008 war er dort als aufsichtsführender Pastor tätig gewesen. Seit dem Weggang seiner Vorgängerin vor einem Jahr betreute er die Gemeinde von Bookholzberg aus. In der voll besetzten Edewechter Christuskirche wurde die Familie am Wochenende mit viel Beifall aufgenommen. In einem Quiz stellte Gunter Blaschke unter Beweis, dass er sich mit den Gegebenheiten in der politischen Gemeinde Edewecht bereits bestens auskennt.

Ebenfalls „zu Hause“ fühlt sich Edip Eren bei seiner neuen Tätigkeit: Der 28-Jährige hat die Pizzeria Marcellino am Habbrügger Weg in Ganderkesee übernommen. Zwar ist Eren zum ersten Mal selbstständig tätig, doch die Gastronomie ist für ihn ein bekanntes Feld. „Zuvor habe ich zwölf Jahre lang in verschiedensten Gastronomiebereichen gearbeitet, von italienischer bis türkischer Küche“, so der Pizzeria-Inhaber. Äußerlich hat sich im Marcellino nach der Neueröffnung nicht allzu viel geändert. Beim Blick auf die Speisekarte fällt jedoch ein neues Konzept auf. „Wir setzen von nun an verstärkt auf unseren Lieferservice. Außerdem bieten wir jetzt vermehrt internationale Gerichte an, wie zum Beispiel den Hähnchen-Döner“, erklärte Eren Ganderkesees stellvertretender Bürgermeisterin Christel Zießler, die zur Eröffnung die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte (unteres ovales Bild).

Gut zu essen gab es am Sonnabend auch beim CDU-Gemeindeverband. Der hatte in den Schützenhof zum Sommerfest eingeladen. Ziel der Christdemokraten war es, den Bürgern Gelegenheit zum Austausch mit den Kandidaten für die Kommunalwahl zu geben. Tatsächlich gefolgt seien der Einladung jedoch, wie Mitgliederbetreuerin Cindy Klüner berichtet, vor allem Parteifreunde. So reiste unter anderem eine Delegation der Jungen Union aus Großenkneten an. Auch der ehemalige Vorsitzende der Seniorenunion, Heinrich Renner, und der Ganderkeseer Landtagsabgeordnete Ansgar Focke waren unter den Gästen. Gut angekommen ist das Fest und insbesondere das Kinderprogramm der Jungen Union auch bei den kleinen Gästen, wie dem dreijährigen Janosch (rechtes ovales Bild, Mitte).

Kein Kinderprogramm, aber dafür Dixieland, Swing und Oldtime-Jazz gab es beim traditionellen Jazz-Frühschoppen der SPD-Ortsgruppe Nord. Letztere hatte die „Try an Error Dixieband“ aus Bremen engagiert, um auf dem Kirchplatz an der Stedinger Straße in Bookholzberg für Stimmung zu sorgen. Das Programm von Dieter Buck, Werner Kornblum, Andreas Eden, Bernhard Türk, Wolf Lieb und Andreas Schnisa traf offenbar den Nerv des Publikums. Bei Bratwurst und Getränken lauschten zahlreiche Gäste, unter ihnen der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel, dem Auftritt der Combo.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.