Bookholzberg Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) ist der Stoff, der Generationen von Kindern zu Bauherrn machte und mit dem am Wochenende in der Mehrzweckhalle des Berufsförderungswerks Träume wahr wurden. Zum zweiten Mal nach 2012 veranstaltete Marit Menninga dort eine Lego-Ausstellung, diesmal mit mehr als 25 Mitstreitern. Hunderte kamen zum Staunen und Bauen, manche blieben stundenlang.

Wie viele Steine denn da verbaut seien, könne man nur schätzen, meinte Menninga. „Weit über eine Million“ seien es wohl. „Allein das große Lego-Männchen besteht aus 8000 Teilen.“

Gleich am Eingang lagen in drei Kästchen je 171 Bausteine. Die Herausforderung: Im Wettkampf sollte daraus jeweils ein Auto werden. „Du liegst gut im Rennen“, feuerte Zeitnehmer Klaus Goldbeck den achtjährigen Tillmann an. Die Latte lag hoch: 9.45 Minuten hatte ein Gast vorgelegt.

Ein paar Meter weiter nahm Andreas Reikowski, in der Szene „Zypper“ genannt, mit in die Welt der Fantasie und machte mit Lego-Figuren bekannt. „Das ist Gräulein, der hat die Ideen.“ Die sechs Männchen daneben seien für die Umsetzung zuständig. Alle zusammen zählten zu einem Modul einer 30 Meter langen Monorail-Bahn des Legobauer-Teams „Morast“, die leise ihre Bahnen durch eine Legolandschaft zog.

Ein Lego-Bauer der ersten Stunde ist Wolfgang Schubert. Der Frankfurter, Jahrgang ’49, hatte von seinem Opa die ersten Steine erhalten. Nach einer langen Bau-Pause hatte seine Frau Doris ihn vor sechseinhalb Jahren auf Lego aufmerksam gemacht: „Das wär’ doch was für Deinen Vorruhestand.“ Jetzt hatte Schubert auf acht Quadratmetern den Fantasiezirkus „Bricallo“ mitgebracht, erstellt in einer Netto-Bauzeit von etwa sechs bis acht Wochen. „Man muss aufpassen, dass das Hobby nicht Überhand nimmt.“

Eine „Geschichtsstunde“ bot „Bastelandy“ alias Andreas Hugel. Der Bremer hatte bekannte Bilder und Szenen nachgebaut, Luthers Thesenanschlag fand da gleich neben der Mondlandung statt.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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