HARPSTEDT Ein Gottesdienst, gestaltet von Jugendlichen insbesondere für Jugendliche und mit einem von Jugendlichen selbst bestimmten Thema: Das ist „Chris(t) 19“, ein neuartiger Jugendgottesdienst in der ev.-luth. Kirchengemeinde Harpstedt, der am Freitag, 26. Februar, um 19 Uhr Premiere feiert in der Christuskirche. Vorbild für den vom „Teenkreis“ gemeinsam mit Pastorin Carola Holtin geplanten und vorbereiteten jungen Gottesdienst ist das in Wildeshausen seit einigen Jahren erfolgreich umgesetzte Format „Alex 18.30“.

Für den Teenkreis geht mit dem ersten „eigenen“ Jugendgottesdienst ein Wunsch in Erfüllung. Wobei gleich ein schweres Thema angepackt wird: Unter der Überschrift „Tatort: Elternhaus – Kinder in Gefahr“ geht es um häusliche Gewalt, seelische wie körperliche, die Kinder und Jugendliche erfahren. Wie sie dieses „heiße Eisen“ anpacken wollen, dazu haben sich die rund zehn Aktiven des Teenkreises um Katja Lange und Reiner Lüllmann im Vorfeld selbst viele Gedanken gemacht: „Es ist viel Methodisches auch von ihnen gekommen“, lobt Pastorin Holtin den Ideenreichtum.

Zum Gottesdienst gehören so neben der Predigt von Pastorin Holtin unter anderem kleine gespielte Theaterszenen, die aufzeigen, wie häusliche Gewalt früher und heute aussehen kann. Zur Vorbereitung auf den Themengottesdienst hätten die Jugendlichen auch Gespräche und Interviews mit Fachleuten wie Eltern geführt, verrät Holtin. Und: „Es gibt viel Musik.“ Diesen musikalischen Teil von „Chris(t) 19“ bestreiten der Harpstedter Mädchenchor Amasing und die Rockband Die Fraggllzz aus Hoya.

Im Anschluss an den eigentlichen Gottesdienst soll dann bei kleinen Snacks noch Raum für Gespräche sein, „weil mit so einem Thema auch etwas aufgerissen wird bei den Menschen“, sagt Pastorin Holtin. Dass häusliche Gewalt von den Jugendlichen zum Thema gemacht werde, zeige, dass dies in ihrer Lebenswelt eine Rolle spiele – ob im eigenen Leben, in ihrem Umfeld oder vom Hörensagen. „Deshalb ist es gut, dass sie ein Forum haben, um auszudrücken, was sie beschäftigt.“

Ob dem ersten Jugendgottesdienst „Chris(t) 19“ weitere folgen, hängt laut Pastorin Holtin auch davon ab, „wie die Leute es annehmen“. Und so hoffen die Organisatoren auf regen Zuspruch bei ihrem jungen Gottesdienst.

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