HUNTLOSEN Eine tolle schauspielerische Leistung bot am Freitagabend und am Sonntagnachmittag in Meyers Gasthaus in Huntlosen die Theatergruppe Westerburg mit der Aufführung der plattdeutschen Komödie „Döör an Döör ‘nanner“ aus der Feder von Frank Grupe. Zur Premiere am Freitag kamen rund 100 Zuschauer und zur zweiten Vorstellung bei Kaffee und Kuchen waren am Sonntag etwa 130 Gäste da. „Wir sind mit Lob überschüttet worden", so Rita Martens, die zusammen mit Anne Schrader die Regie führt.

Ort der Handlung in der Komödie ist ein heruntergekommenes Mietshaus, in dem Menschen wohnen oder auf Besuch vorbeikommen, die auf irgendeine Art und Weise verrückt wirken. Jeder hat seine ganz individuellen Marotten, so dass die Darsteller sehr verschiedene Charaktere glaubhaft rüberbringen müssen, was ihnen jedoch recht gut gelingt.

Geldgier und Neugier

Kerstin Schwantje spielt die Hausbesitzerin Hertha Müller-Meisenstein, deren hervorstechendste Eigenschaften die Geldgier und die Neugier sind. Die zweite, tragende Rolle verkörpert Jörg Oetken. Er mimt den vom Leben abgewandten Ernst Klapproth, der sich nur noch mit dem Sterben und dem Tod beschäftigt. In einer weiteren Hauptrolle ist Alexandra Rößler zu sehen, die als Antonia Kleinschmidt aus Hessen auftritt. Da die Darstellerin tatsächlich in Hessen aufwuchs, sorgt sie mit ihrem hessischen Dialekt für eine besondere Würze in dem plattdeutschen Lustspiel. Antonia hat das Problem, dass sie nach einem Aufenthalt in einem Sanatorium noch nicht richtig genesen ist. Und dann landet sie durch einen überhastet abgeschlossenen Mietvertrag in einem unruhigen Durchgangszimmer des Mietshauses. Das ist für ihre weitere Gesundung nicht von Vorteil.

Einer der größten Störenfriede ist ein abgetakelter Schauspieler, der sich selbst aber noch für einen „Super-Star“ hält. In dieser Rolle glänzt Jan-Dirk Spille.

Schüchterner Verehrer

Dann hat es Antonia noch mit ihrem schüchternen Arbeitskollegen Barsig (Andree Schröder) zu tun. Weiter mischen Anne Schrader als Putzfrau Pauline und Annika Schröder als Fan von Werder Bremen mit. In einer kleinen Doppelrolle als Polizistin und Ärztin tritt Inga Schmidt auf.

Weitere Vorstellungen in Meyer’s Gasthaus finden statt am Mittwoch, 11. Februar, sowie Freitag, 13. Februar, und Freitag, 20. Februar, jeweils 20 Uhr. Eine letzte Vorstellung in Huntlosen ist am Sonntag, 22. Februar, 15 Uhr, bei Kaffee und Kuchen. Karten zum Preis von sechs Euro pro Person gibt es im Vorverkauf bei Meyer und jeweils an der Tageskasse.

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