Wildeshausen Immer gut für einen Konzertstart ist die Eröffnungsfanfare „Also sprach Zarathustra“ aus der gleichnamigen Tondichtung von Richard Strauß. Mit diesem Stück begann auch das Musikkorps Wittekind unter der Leitung von Ingo Poth am Sonnabend in der Widukindhalle das diesjährige Eröffnungskonzert.

Abgesehen von wenigen freien Plätze im hinteren Teil der Halle konnte der Vorsitzende des Musikkorps, Uwe Leinemann, seine Begrüßung vor einer imposanten Zuschauerkulisse halten. Neben dem Willkommensgruß hatte er für die Flötistin Sabine Niester einen Blumengruß organisiert. Das Orchestermitglied feierte an diesem Tag ihren Geburtstag. Sabine Niester war lange Jahre Geschäftsführerin des Musikkorps Wittekind.

Daneben standen auch Ehrungen an diesem Abend an. Seit 40 Jahren halten Brigitte Rohde und Hartmut Hunte-mann die Treue. Auf sogar 50 Jahre bringt es Wolfgang Pavel. Er kann damit auf ein halbes Jahrhundert Musikkorpsgeschichte zurückblicken.

Nach dem fulminanten Auftakt und der Begrüßung kündigte Franziska Poth als nächsten Programmpunkt die „Symphony No. 9“ von Antonin Dvorák an. Ein klassisches, anspruchsvolles Stück und eine musikalische Herausforderung für das Orchester.

Die Symphonie zeichnet sich durch ein hohes Tempo sowie unterschiedliche Lautstärken aus und fordert von den Musikern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und ein feines Gehör.

Wie Franziska Poth in ihrer Moderation erklärte, hätten sich die Register, also die Mitspieler der einzelnen Instrumentengruppen, die Stücke des Programms selber ausgesucht. Das hielt Orchesterleiter Ingo Poth den Rücken frei, da keine Stücke aufgezwungen worden seien. Ein Konzept, das aufging, denn der Respekt vor den Wünschen der Musiker sorgte schon bei den Proben für eine gute Atmosphäre.

Aber nicht nur Poth schwang den Taktstock, auch Andreas Taute (17) stellte sich vor die Musiker. Er dirigierte „Fantasia on British Sea Songs“ vor der Pause. Das Stück bildet stets den Abschluss der „Night of the Proms“ in Großbritannien. Als Solistinnen brillierten hier Dorothee Böckmann und Fenja Flege auf der Klarinette.

Nach der Pause eröffnete das Anfängerensemble und Jugendorchester der Kreismusikschule den zweiten Konzertteil. Neben „Viva la Vida“ von Coldplay und einem Beitrag aus der „Led Zeppelin on Tour“ sorgte der Nachwuchs mit „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ und Gesang für Unterhaltung.

„Die Bremer Stadtmusikanten“ stellten im Anschluss wieder die großen Musiker vor. Gerrit Grotelüschen las dazu das Märchen. Im Anschluss folgte das vielbeklatschte „Deep Purple Medley“ und der „Regimentsgruß“, bekannt vom Gildefest in der Kreisstadt.

Mit einem Ausschnitt aus dem „Dschungelbuch“ feierte Sebastian Voß (25) als zweiter Dirigenten-Neuling mit dem Stück „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ sein Debüt.

In den Zugaben ehrte das Orchester Musikgrößen wie Udo Jürgens, Joe Cocker und Frank Sinatra. Zu hören waren unter anderem „Ich war noch niemals in New York“, „Summer in the City“ und „New York, New York“.

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