Streekermoor Aussteller wie Veranstalterin waren mehr als zufrieden: „Trotz des Sturms haben nur drei Aussteller abgesagt“, sagte Theresia Grau. Die 69-jährige Oldenburgerin organisiert seit zehn Jahren den Herbstmarkt im Hotel Ripken. Am Sonntag präsentierten erneut knapp 50 Aussteller Handwerkliches. Das Angebot reichte von Pilzen aus Porzellan, über kunstvoll bestickte Kissen und filigran gestalteten Geschenkkästchen bis hin zu Skulpturen aus Holz und Dekoratives aus Speckstein. Die ersten Besucher standen schon 30 Minuten vor der Eröffnung vor der Hoteltür.

„Eigentlich wollte ich mir nur einen zweiten Armreif besorgen“, sagte Elke Brooker aus Achternmeer. Sie war im vergangenen Jahr bereits Besucherin des Herbstmarktes und ist gern wiedergekommen. Auch Sandra Meinardus fand den Weg von Elsfleth nach Streekermoor. „Ich habe mir eine weihnachtliche Hängedeko gekauft“, erzählte sie. „Weihnachten steht ja quasi schon vor der Tür.“

Ebenso wie viele Besucherinnen und Besucher nahmen auch die Aussteller weite Wege auf sich. Die längste Anreise hatte Michael Petersen aus Kappeln (Schleswig-Holstein). Er formt Schmuck aus altem Silberbesteck. „Am besten wäre es, die Kunden bringen ihre eigenen Dinge mit“, erzählte er – und zeigte zwei filigrane Kettenanhänger mit Bernstein, die einst als Gabeln im Einsatz waren.

Erstmals dabei war Dietmar Sasse aus Celle, der kunstvolle Sandbilder und Schmuck anbot. Auf großes Interesse stieß auch die Bremer Künstlerin Traute Bode. In der Tradition eines Otto Modersohn hält sie Blumen und Worpsweder Landschaften auf der Leinwand fest. Mit feinem, fast zaghaften Pinselstrich verleiht die 50-jährige Künstlerin Hortensien, Blumen, aber auch Tieren eine unendliche Lebensdauer.

Zu den „Neulingen“ in Streekermoor gehörte auch Anika Preiß (36) aus Wildeshausen. Sie bot Modeschmuck aus Glas an; so bunte Glaslinsen auf Lederarmbändern oder Ketten. „Es gibt auch die Möglichkeit, die Asche verstorbener Haustiere in Glas einzuarbeiten“, berichtete die Wildeshauserin. Erstmals in Streekermoor dabei war auch Elke Düttmann aus Weener (Ostfriesland), die Holzarbeiten mitgebracht hatte. „Ich kenne Frau Grau von einem Handwerkermarkt in Elisabethfehn. In Streekermoor ist es super.“ Zu sehen waren auch handbemalte Weihnachtskugeln, Bilder in 3-D-Technik oder Taschen, die aus Lkw-Planen entstanden sind.

Der nächste Kunst- und Handwerkermarkt im Hotel Ripken öffnet am Sonntag, 12. November, erneut von 11 bis 18 Uhr, seine Türen. „Dann werden viele Künstler mit weihnachtlicher Deko kommen“, kündigte Theresia Grau an, „auch viele neue Aussteller sind wieder dabei.“ Die richtige Mischung ist der Organisatorin eine Herzensangelegenheit.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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