NEERSTEDT Bernhard Schmidt war begeistert: „Das war noch besser als das, was Lena am Sonnabend gebracht hat“, gratulierte er gar den Kindern und Erzieherinnen des Evangelischen Kindergartens „Unterm Regenbogen“ in Neerstedt zu dem tollen Musikprogramm, das sie zuvor geboten hatten. Neben Schmidt erfreuten sich daran die Vertreter der Chöre in der Gemeinde Dötlingen, der Kirchengemeinde und einige Eltern. Es war ein besonderer Tag für alle, denn der Kindergarten erhielt zum dritten Mal nach 2001 und 2005 die Plakette „Felix“ verliehen als eine Einrichtung, in der die frühmusikalische Förderung einen besonderen Stellenwert besitzt. Schmidt überreichte das Qualitätszeichen des Deutschen Chorverbandes an Leiterin Marlies Schweers-Weihe.

Schmidt, Bundeschorleiter des Oldenburger Sängerbundes und Felix-Beauftragter in der Region, hatte im April den Kindergarten überprüft. Was ihm am Mittwoch geboten wurde, gefiel ihm sogar noch besser, erzählte er. „Denn diese Auszeichnung muss man sich verdienen“, betonte der Ammerländer. In Neerstedt werde täglich gesungen: „Das ist das Entscheidende.“ Was ihn besonders beeindruckte: Als Schweers-Weihe und Hildegard Aßmann an der Gitarre bemerkten, dass sie zu tief spielten, reagierten sie sofort. „Das ist die Kunst der Erzieherinnen, den richtigen Ton zu finden“, so der Experte. Bei zu tiefen Tönen könnte sonst die Stimmen der Kinder Schaden nehmen.

Ebenso beeindruckte ihn die Liederauswahl, bunt gemischt und auch aus anderen Kulturkreisen. Gut fand Schmidt auch die Präzision der vier Kinder, mit der sie ein Stück instrumental begleiteten. Der Felix-Beauftragte unterstrich, das nicht früh genug für den Slogan „Wir singen gern!“ getrommelt werden könne. Die Deutschen würden nämlich leider immer weniger singen, bedauerte er. Dabei könne die Musik den Menschen ganz viel vermitteln. Selbst als Fitnessprogramm sei sie geeignet: Bei 15 Minuten Singen werde die Herzaktivität genauso beschleunigt wie bei einem Dauerlauf, sagte er. Dass Singen auch ganz viel Bewegung bedeuten kann, hatten die Kinder bei ihrem halbstündigen Auftritt eindrücklich unter Beweis gestellt. Sie klatschten, stampften, winkten und tänzelten, einmal warfen sich viele gar auf den Boden. Selbst die Krippenkinder machten mit, auch wenn sie das Treiben zumeist eher noch staunend verfolgten.

Im Oldenburger Land haben sich aktuell 115 Kindergärten den „Felix“ verdient. Niedersachsen liegt bundesweit an der Spitze.

Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
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