Achternmeer /Harbern I Warum warten, dass etwas passiert, wenn man sich selbst darum kümmern kann? „Es sind vor allem Schul-, Straßen- und Siedlungsprobleme, die uns in diesen beiden Orten unter den Nägeln brennen und nun einmal von uns Einwohnern selbst angepackt werden müssen.“ So zitierte die NWZ  am 15. Februar 1966 den damaligen Ratsherren Gerd Marks. So eröffnete er die Gründungsversammlung des Bürgervereins Achternmeer-Harbern I. Er feiert in diesem Jahr das Jubiläum zum 50-Jährigen Bestehen.

32 Einwohner aus den beiden Dörfern waren damals in die Gaststätte „Zum Korsorsberg“ gekommen. Zum ersten Vorsitzenden wurde damals Artur Wiemken aus Achternmeer gewählt. Ihm folgten wenige Namen und immer wieder lange Jahre der Kontinuität an der Vereinsspitze. Pieter Scholte war vorsitzender 1973 bis 1975. Ihm folgte von 1975 bis 1991 Heinrich Behrens. Von 1991 bis 1994 übernahm Manfred Hohaus den Posten. Ganze 21 Jahre, von 1994 bis 2015, war Helmut Deye Vorsitzender. Sein Nachfolger wurde im vergangenen Jahr Olaf Rönnau.

„Die Aufgaben des Vereins waren früher wie auch heute die Wahrnehmung aller gemeinnützigen Interessen beider Dörfer, die Pflege des Heimatgedankens, des Denkmals, des Vereinswesens und die Förderung der Gemeinschaft“, so der langjährige Vorsitzende Deye. Während der Vorstand immer wieder den Kontakt zur Gemeindeverwaltung sucht, gibt es ein enges Netzwerk, das nahe an den Anwohnern dran ist.

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Vertrauensleute

„Die sogenannten Vertrauensleute tragen die Wünsche und Ideen ihrer Nachbarn an den Bürgerverein oder bringen die Informationen an die Bürger“, erklärt Deye. Zudem organisieren sie Arbeitseinsätze vor Ort, wenn mal wieder selbst aktiv eingegriffen wird.

Besonders, wenn es um Verschönerungen in den Dörfern ging, hatte häufig der Bürgerverein seine helfenden Hände im Spiel. So organisierte er mit Unterstützung der Gemeinde den Straßenausbau Alter Dorfweg, sorgte für Anpflanzungen an Straßenrändern oder baute Sitzgruppen wie am Denkmalsweg.

Als eine gewichtige Stimme aus der Anwohnerschaft tritt der Bürgerverein gegenüber der Politik oder übergeordneten Institutionen auf. Die mehrfach in der Vergangenheit notwendige Schulerweiterung in Achternmeer wurde massiv vom Bürgerverein gefordert, ebenso die Einrichtung eines Kindergartens und später die Aufstockung.

Nachdem die fahrbare Poststelle 1988 abgeschafft wurde, hat sich der Verein für eine feste Poststelle bei Bäcker Meyer eingesetzt. Den Beschluss des Kirchenrates im Dezember 1987, Achternmeer und Harbern I zu trennen, konnte der Bürgerverein mit seinem Widerspruch abwenden.

Als ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte gilt die Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses in Achternmeer – ein wahrer Kraftakt. „65 Bürger aus den Ortschaften Achternmeer und Harbern I haben insgesamt 2700 freiwillige Arbeitsstunden an diesem Bau geleistet“, zitierte die NWZ  den damaligen Vorsitzenden Hohaus am 17. September 1993.

Jubiläumsfeier

Nach dem Motto „Wer arbeitet, soll auch feiern“ geht der Bürgerverein nun auch ins Jubiläumswochenende. Am Sonntag gibt es eine Open-Air-Party ab 22 Uhr auf dem Dorfplatz. Am Sonntag startet dort um 11 Uhr das Sommerfest mit vielen Attraktionen für alle Altersgruppen.

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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