Wildeshausen „Bewegt Deutsch lernen“ stand in der vergangenen Woche für 32 Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund im „Sprachcamp“ in Wildeshausen mit vielen unterschiedlichen sportlichen Angeboten aber auch Montessori-Pädagogik an. Bei den Teilnehmern handelte es sich vorwiegend um Kinder, die nicht erst in den letzten Tagen als Flüchtlinge mit ihren Familien nach Wildeshausen kamen.

Abschluss und zugleich Höhepunkt war am Sonnabend in der Wallschule ein großes Familienfest mit Bühnenprogramm, Musik, einem Austausch über die verschiedenen Kulturen und einem interkulturellem Büffet in der Aula der Schule.

Getragen wurde das Multi-Kulti-Sprachcamp von der Stadt Wildeshausen. Eine Veranstaltung, die aber nur in Kooperation mit der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und dem „Treffpunkt Mittendrin“ in diesem Rahmen möglich war. Das betonten Lisa Droste von „Mittendrin“ und Schulsozialarbeiterin Denise Schröter.

Auftakt des Camp-Abschlusses war ein reichlich gedeckter Mittagstisch in der Schulaula. „Die Eltern haben viele Spezialitäten aus ihren Heimatländern mitgebracht. Das ist so reichlich, dass wir nach dem Programm hier in der Sporthalle uns noch einmal in der Aula treffen und alles in gemütlicher Runde ausklingen lassen werden“, zeigte sich Lisa Droste von dem Elternengagement erfreut.

Aber auch die Erfolge der verschiedenen Workshops mit Ausflug zum Kletterworkshop nach Oldenburg, Zirkustricks, Hip-Hop, Breakdance, dem Erlernen der deutschen Sprache ohne Bücher und Übungshefte, dafür aber mit Begleitung durch Tanzlehrer, Sportcoach und eine Montessori-Pädagogin seien durchaus auffallend, so Denise Schröter.

„Kinder die am Anfang kaum etwas sagten, sprechen auf einmal in Deutsch mit einem“, so die Schulsozialarbeiterin.

Ob die Hemmschwelle zum Deutschsprechen nur so groß war, dass nichts gesagt wurde, oder einfach die Sprachkenntnisse fehlten, sei dabei nicht genau nachvollziehbar. „Dies ist aber gar nicht so wichtig. Wichtig ist, dass sie Deutsch sprechen und sich verständlich machen können.“

All dies schlug sich auch im fetzigen Bühnenprogramm mit Break-Dance des Selbstbehauptungstheaters aus Bremen, dem Mitmachzirkus WSM Funsport-Center mit Jonglage, Clownerie, Fakiren und Akrobaten, den Hip-Hop-Vorführungen unter der Leitung des Maniac-Dance-Centers Oldenburg optisch und akustisch ansprechend nieder. Verfolgt wurden die Darbietungen von den zahlreich erschienen Eltern .

Das erste Sprachcamp dieser Art für Kinder mit Migrationshintergrund, dürfte wohl nicht das letzte gewesen sein, waren sich Denise Schröter und Lisa Droste sicher.

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