GANDERKESEE „Cooler Sound. Kirmesartig.“ – Rafael Jung konnte sich eine flapsige Bemerkung nicht verkneifen, als er am Sonnabend auf dem Flur des Musikschul-Domizils am Steinacker stand. Flötenspiel aus Raum 3, Akkordeon aus Raum 2, Violinen aus Raum 4 – all das vermischte sich auf dem Flur zu einem surrealen „Konzert“. Was aber zeigte: Beim Fest der Musikschule des Landkreises Oldenburg wurde lebhaft von dem Angebot Gebrauch gemacht, Instrumente selber auszuprobieren.

Weil auch dunklere Wolken am Himmel vorüberzogen, hatten sich Musikschul-Geschäftsführer Jung und die etwa 20 Musiklehrer von vornherein für „Plan B“ entschieden: Statt auf dem Campus fanden die Aufführungen der Gruppen in der Mensa statt, während die Unterrichtsräume eher für kleine Konzerte und zum Instrumente-Ausprobieren reserviert waren.

Mitunter „ein bisschen eng“

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Apropos Unterrichtsräume: Hier werde es für die Musikschule, die nach Abschaffung der Orientierungsstufe im Sommer 2005 eingezogen war, mittlerweile „an manchen Tagen ein bisschen eng“, sagte Jung. „Ein, zwei Räume mehr wären nicht schlecht.“ Landkreisweit sei die Zahl der Schüler der Musikschule nach deren Umwandlung in eine gGmbH von etwa 1100 bis 1200 auf 1400 bis 1500 gestiegen.

Manch ein Schüler trat am Sonnabend zum allerersten Male auf – wie etwa der achtjährige Marcel Wolf. Bei einem Bekannten, der Akkordeon spielt, hatte er „Blut geleckt“, seit 2009 nimmt er Unterricht. Zwei Stücke hatte er einstudiert.

Während Marcel seinen Zirkusmarsch spielte, zeigte einen Raum weiter Klaus Fey, was aus einem Saxofon zu zaubern ist. Kaum hatte der Musiklehrer danach die Klarinette an den Mund genommen, hakte die fünfjährige Emmi postwendend ein: Das Instrument kenne sie doch. „Das spielt Tintenfisch Thaddäus“ aus der Sendung Spongebob. Alle im Raum nickten – bevor sie selber einmal spielen durften.

Gitarre „angesagt“

Als ein Magnet erwies sich die Gitarre – „nach dem Klavier wohl das meistgewählte Instrument an der Musikschule“, wie Ulrich Meyer meinte. Der zwölfjährige David nickte: „Angesagt“ sei die Gitarre.

Mit der Resonanz an diesem Tag war Rafael Jung unterm Strich zufrieden. Etwa 200 Gäste seien es wohl gewesen, darunter natürlich viele Eltern. Die Akustik in der Mensa habe sich als recht passabel erwiesen. „Ein bisschen hallig“ sei sie zwar, biete sich aber für alle akustischen Instrumente an.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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