GROßENKNETEN Dieselben Leute und dieselbe Musik. Dazwischen liegen 30, 40 oder auch fast 50 Jahre. Doch das merkt man der Band und auch dem Publikum nicht an, wenn man von den grauen Haaren einmal absieht, die ganz klar auf dieser außergewöhnlichen Party dominieren. Zurückversetzt in die Zeit, als der Jugendtanz mit der Band Blue Boys jedes Wochenende viele hundert junge Leute nach Döhlen, Bergedorf, Falkenburg oder Jeddeloh lockte, fühlten sich am Sonnabend bei der 4. Kneter Oldienacht mehr als 600 Gäste im Großenkneter Gasthaus Kempermann. Der Abend, der von der NWZ  präsentiert wurde und diesmal ganz im Zeichen des einmaligen Revivals der Blue Boys stand, war ausverkauft. Die „Silver-Ager“ gaben noch einmal richtig Gas.

Mit „Baby come back“ eröffneten die Blue Boys die erste von zwei Runden mit den angesagten Titeln der damaligen Zeit. Dazu gehörten natürlich Elvis und Co. Und bei „Satisfaction“ von den Stones kochte heute wie damals der Saal. Aber auch „Licht-Aus-Sachen“, wie es Bandleader Horst Krogmann nannte, gehörten zum Repertoire. „A whiter shade of pale“ von Procol Harum zum Beispiel. Beim Tanz mit den Blue Boys sind sich eben viele nähergekommen. Und viele Paare erinnern sich gerne daran zurück.

Säle immer voll

Die Blue Boys wurden 1961 ins Leben gerufen. Das ist 50 Jahre her. Bis 1982 waren sie auf Tour. Und immer waren die Säle voll. So wie am Sonnabend in Großenkneten, wo schon um 20 Uhr selbst die Stehplätze rar wurden.

Neben Horst Krogmann (Gitarre, Gesang, Trompete) gehören Werner Stolle (Bass, Gesang), Heinz Mählmann (Gitarre, Keyboard) und Ferdi Engelmann (Schlagzeug) zu der Band. Gründungsmitglied war seinerzeit auch „Drummer“ Helmut „Eddy“ Ostendorf, der am Sonnabend ebenfalls vorbeischaute.

Die Blue Boys hörten auf, als die Neue Deutsche Welle kam. Als besonderen „Gag“ für den Abend bei Kempermann hatten sie die Großenkneten-Hymne „Da Da Da“ von Trio extra neu einstudiert. Während die Blue Boys in ihrer aktiven Zeit nie bei Kempermann gespielt haben, begann die Welt-Karriere von Trio bekanntlich gerade dort mit den allerersten Auftritten.

Die 4. Kneter Oldie-Nacht bestritten neben den Blue Boys auch Mitglieder der ehemaligen Bands The Racketeers (Detmar Claußen, Werner Brandes, Hartmut Ahrens, Peter Gloystein) und Union Five (Roland Grosser, Josef Bohmann, Kurt Bröker, Karl-Heinz Knagge, Eckart Paradies). Sie zeigten ein weiteres Mal, dass sie mit Titeln von „Mary Lou“ bis „Proud Mary“ immer noch den Saal rocken können.

„I did it my way“

Der Großenkneter Eckart Paradies, ehemals Musiker in mehreren Bands aus der Region, hatte die Revival-Party erneut organisiert und mischte bei einigen Titeln kräftig mit als Gitarrist und Sänger. Eine tolle Stimmung, die die Beathovens mit Kurt Bröker nach Mitternacht mit Oldies aus der Disco-Zeit ausklingen ließen. Dazwischen gab es einen gemeinsamen Auftritt aller Akteure aus den drei ehemaligen Bands. Gemeinsam stimmten sie den Sinatra-Klassiker „I did it my way“ an, während im Publikum Wunderkerzen angezündet wurden. Ein schöner Abend.

 @ Mehr Bilder unter http://www.NWZonline.de/fotos-landkreis

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