Hude Rund 100 Freunde des plattdeutschen Theaters folgten am Sonnabendnachmittag der Einladung der Kyffhäuser Kameradschaft in das Haus am Bahnhof in Hude. Dort stellte die Speelkoppel des Bürger- und Heimatvereins Dötlingen ihr neues Stück „De geköffte Ehemann“ vor.

Vorsitzende Ilse Wübker zeigte sich vom guten Zuspruch ein kleines Stück überrascht. An den Tagen zuvor hatte die Kameradschaftsvorsitzende viele Eintrittskarten von Tür zu Tür an den Mann oder die Frau gebracht. Aber es kamen auch einige Nachzügler, die sich die Niederdeutsche Komödie in vier Akten aus der Feder von Helmut Schmidt nicht entgehen lassen wollten.

Dank an Ehrenamtler

„Wir brauchen aber auch diese Anzahl von Zuschauern, um einen solchen Theaternachmittag überhaupt finanziell durchführen zu können“, bemerkte Ilse Wübker auf Nachfrage. Seit 2002 führt sie als Vorsitzende die Kameradschaft und unternimmt viele Anstrengungen in der Freizeit, um die Kyffhäuser Kameradschaft mit Leben zu füllen. „Das ist nicht ganz leicht, denn der Nachwuchs fehlt uns wirklich“, so die Vorsitzende.

Ein offenes Ohr dafür hatte Ratsherr Peter Zwiener, der zur Theateraufführung gerne mit seiner Gattin kam. In einer kurzen Ansprache bedankte er sich für das Ehrenamt. „So etwas bleibt immer an wenigen Schultern hängen. Umso mehr müssen wir Ilse Wübker danken, dass wir heute wieder eine plattdeutsche Theatervorführung hier in Hude erleben dürfen. So wie in den anderen Jahren.“

Für die Zukunft könne man nur hoffen, dass sich mehr Menschen finden, um diese Kulturarbeit auch künftig aufrecht erhalten zu können. Zwiener erinnerte an die Einstellung von Impuls aus Personalmangel. „So etwas darf sich nicht wiederholen.“

Doch diese ernsten Worte standen schnell wieder im Hintergrund, angesichts der Irrungen und Wirrungen um die Witwe Karin Roßkamp.

In dem Stück, das die Dötlinger Laiendarsteller zeigten, dreht sich alles um die Witwe und deren geringe Rente. Sie vermietet die Diele ihres Hauses an den mittellosen Gustav Möhlenbrock. Doch wie es auf dem Land nun mal so ist, kocht die Gerüchteküche heftig. Karin wird ein Verhältnis mit Gustav angedichtet. Damit nicht genug. Gustav gibt ohne Karins Wissen einem weiteren Mieter Unterkunft. Die Witwe schmeißt beide wütend aus dem Haus. Doch nimmt sie die Kündigung schnell wieder zurück.

Schwager überredet

Kurz bevor die beiden das Haus verlassen wollen, erhält Karin Roßkamp einen Brief von ihrem Schwager Uwe. 30 Jahre lang ließ er nichts von sich hören und weiß angeblich noch nichts davon, dass sein Bruder Rainer, Karins verstorbener Mann, nicht mehr lebt. Karin riecht eine Erbschaft und überredet Gustav schließlich, sich für ein paar Tage als ihren Ehemann auszugeben. Aber dann kommt alles wieder einmal ganz anders als erwartet.

Auf der Bühne standen Helmut Petermann (Gustav Möhlenbrock), Erika Schulte (Klaschtante Lilo), Susanne Schüler (Tochter Ingrid Roßkamp) und Edith Bruns (Karin Roßkamp), Jürgen Ströde (Türke Murat Ölsegütt), Ingo Melle (Untermieter Karsten Bartels) sowie Ingrid Blohm (Klatschtante Amanda) und Klaus Bohm (Schwager).

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