Ganderkesee Wenn der Schützenverein Ganderkesee am Sonnabend, 1. August, sein 125-jähriges Bestehen feiert, dann sollen alle teilhaben können: Mit einem Tag der offenen Tür auf der vereinseigenen Anlage am Schützenhof, Habbrügger Weg 38, beginnen die rund 150 Mitglieder das Fest. Von 13 bis 17.30 Uhr bieten sie auf dem Luftgewehr- und Kleinkaliberstand ein Schießen für Jedermann an. Stärken können sich Besucher zwischendurch (ab 15 Uhr) an einer Kaffeetafel.

Parallel findet von 14 bis 16.30 Uhr eine Ferienpassaktion für Acht- bis 15-Jährige auf der Rika-Anlage und mit dem Luftgewehr statt, die aber ausgebucht ist. Ebenfalls um 14 Uhr beginnt der Losverkauf für die große Tombola, für die die Schützen – teils mit Unterstützung von Sponsoren – 300 Gewinne zusammengetragen haben. „Die Hauptpreise sind ein Flachbildfernseher im Wert von 500 Euro, ein Tablet, ein E-Book-Reader und eine Digitalkamera“, so Schatzmeister Hartmut Schneider.

Dass der Verein nicht bereits am Jahrestag des Gründungsdatums, dem 6. Juli, gefeiert hat, hat einen einfachen Grund: „Wir wollten mit keinem Schützenfest kollidieren“, berichtet Vorsitzender Thomas Chmielewski. Schließlich haben die Ganderkeseer Schützen auch befreundete Vereine eingeladen, mitzufeiern.

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Um 18.30 Uhr beginnt das Abendprogramm, zu dem der Verein etwa 100 Mitglieder und geladene Gäste erwartet – unter ihnen Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas, die stellvertretende Landrätin Christel Zießler, der Vizepräsident des Oldenburger Schützenbundes, Stefan von Aschwege, der Präsident des Ganderkeseer Schützenbundes, Heino Brackhahn, der stellvertretende Vorsitzende des Schützenkreises Delmenhorst, Walter Kaufmann, sowie Kreissportbund-Vorsitzender Peter Ache.

Auch eine Proklamation wird es zur Feier des Tages geben: Gegen 21 Uhr werden Jörg Neuse und Wilfried Frerichs, die beide zwar Mitglied im SV Ganderkesee sind, aber ihre Stammvereine in Bürstel-Immer und Bookholzberg haben, die Namen der (bereits ausgeschossenen) Jubiläumskönige verkünden. Im Anschluss werden die Tombola-Hauptpreise ausgegeben.

Während von den beiden Jubiläums-Königsorden nur jeweils ein Exemplar existiert, wurden von der eigens zum 125-Jährigen aufgelegten Jubiläumsnadel 200 Stück produziert. Diese können am Sonnabend erworben werden – genau wie die 80-seitige Festschrift, die in einer Auflage von 300 Stück für 5 Euro verkauft wird.

Eckdaten der Vereinschronik

Gegründet wurde der Schützenverein Ganderkesee am 6. Juli 1890. Zum ersten Hauptmann wählten die Mitglieder den Lehrer Hegeler. Ein Auszug aus der Chronik:

1894 wurde in Neddenhüsen von Gastwirt Nienaber mit Unterstützung des Vereins der erste Schießstand errichtet. Einweihung war am 29. April.

1938 beschloss der Verein den Bau eines neuen Schießstandes. Die Gemeinde stellte dafür ein Grundstück am Habbrügger Weg zur Verfügung, das bis dato der 1933 aufgelösten Freien Turnerschaft gehört hatte. Im Juli fand dort das erste Schützenfest statt.

1939-1945: Während des Zweiten Weltkriegs kam das Vereinsleben – wie schon während des Ersten Weltkriegs – komplett zum Erliegen.

1949 brannte in der Osternacht der Schießstand ab. Nach dem Krieg waren dort Flüchtlinge und Vertriebene untergebracht worden. Der Verein beschloss den Wiederaufbau an gleicher Stelle.

1950 feierte der SV Ganderkesee das erste Schützenfest nach dem Krieg.

1955 wurde die neue Schießhalle eingeweiht. Im gleichen Jahr gründete Henri Wiegmann die Jugendabteilung des Vereins.

1971 folgte die Gründung der Damenabteilung. Im gleichen Jahr schloss sich der Verein dem Deutschen Schützenbund an.

1973 schied der TSV aus dem Kuratorium aus. Der Schützenverein zahlte eine Abfindungssumme und war fortan alleiniger Inhaber des Geländes und der Immobilie am Habbrügger Weg.

1976/77 errangen die Junioren-Pistolen-Schützen des SV Ganderkesee den Titel des Deutschen Meisters.

1978 bauten die Schützen eine Luftgewehrhalle.

2000 erhielt der Schützenhof eine neue Dacheindeckung. Zugleich hielt moderne Computertechnik Einzug. In den Folgejahren schlossen sich diverse Sanierungsmaßnahmen und ein Anbau (2011/12) an.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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