Bergedorf Ausnahmezustand in Bergedorf. Die Alte Dorfstraße erlebte am Sonntag einen Ansturm von Pkw-, vor allem aber von Fahrradfahrern. Keine Frage: Auch das 11. Klosterfest auf dem Hof Logemann war ein Publikumsmagnet. Auf „1000 plus“ schätzte Gerd Logemann die Zahl der Besucher – womit er sicherlich eher unter- als übertrieben hatte.

An 20 Ständen konnte diesmal zugeschaut, geschmaust, zugehört oder selbst mitgemacht werden. Kurzfristig hatten sich die Jagdhornbläser Sager Heide zum Mitwirken entschlossen, quasi als Programmpunkt 21.

Mit dem Klosterfest will die Familie Logemann gerade auch Kinder ansprechen. Tiere spielen da eine wichtige Rolle. Was Rebecca, zehn, sehr entgegenkam: „Ponyreiten, Ziegen füttern, Felle streicheln“, das habe sie bisher unternommen. Der Hit allerdings seien die 17 Küken unter der Wärmelampe in der Logemannschen Garage: „Voll süß“ seien die.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Erstmals bei einem Klosterfest dabei war eine Gruppe junger Jäger aus Bergedorf. Sie zeigte am Info-Mobil der Kreisjägerschaft, welche Tiere in der Gemeinde unterwegs sind. „Das Interesse ist da“, freute sich Rainer Grosenik. Auch hier gab es ein Angebot für Kinder: In einer Fühlkiste konnten sie Kastanien, Kiefernzapfen, Mais oder Eicheln ertasten. Die „höchste Trefferquote“ beobachtete Grosenik in der letzten, fünften Box. Deren Inhalt: Tüten mit Gummibärchen.

Zu den Stammgästen der Klosterfeste zählen die Frauen von der Budjenter Spinndönz. Ihr Hobby erlebe gerade eine Renaissance, erklärte Annegret Martens, eine der acht Spinnerinnen. Es sei ein sehr probates Mittel, in einer hektischen Zeit bewusst den Weg der Entschleunigung zu gehen.

Steinmetz Herbert Dietrich ließ sich beim Bearbeiten eines Familienwappens aus Obernkirchener Sandstein über die Schulter schauen, Bernhard Kühntopf schnitzte Löffel aus Holz. Ganz nebenbei erzählte Dietrich von Ritualen der Steinmetze im Mittelalter, demonstrierte Klopfzeichen oder Schrittfolgen, mit denen wandernde Handwerker auch ohne Personalausweis als Steinmetze erkannt worden seien.

Nach Einschätzung von Gerd Logemann hat sich das veränderte Konzept der Klosterfeste, das auch den Einfluss von Mönchen auf die Entwicklung der Landwirtschaft beleuchtet, bewährt. „Ich hatte da viele gute Gespräche.“


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.