DöTLINGEN Ein schriftlicher Antrag um finanzielle Unterstützung soll „umgehend“ erfolgen. Konkrete Projekte liegen vor.

von anja rohde DÖTLINGEN - Neue Möglichkeiten zwischen der Kunst vor Ort und der Gemeindepolitik sollten sich auftun, und das haben sie erreicht, ist sich Anne Hollmann sicher. Die Künstlerin, die in Ostrittrum lebt und arbeitet, hatte am vergangenen Freitag den Dötlinger Bürgermeister Heino Pauka und Ratsmitglieder zur „Rundreise der besonderen ART“ geladen.

Gemeinsam mit anderen in Dötlingen lebenden und arbeitenden Künstlern wie dem Maler Christian Kloess, der Glas-Künstlerin Irma Hamann und dem Steinbildhauer Hans-Jürgen Butt gewährte sie Einblick in ihr Atelier. „Wir hatten mit dieser Veranstaltung erhofft, Kontakte zwischen der Politik und der Kunst herzustellen und das ist uns gelungen“, lautet ihr Resumee. Und sie geht sogar noch weiter: „Wir haben die Politiker beeindruckt“.

Dieser Überzeugung ist auch Elke Tholen. Die Künstlerin, die hauptsächlich figürliche Keramik formt, erlebte Kommunalpolitiker mit „strahlenden Augen“, die Berührungsängste abgebaut hätten. „Zukünftig gehe ich ganz anders mit Kunst um“, habe eines der Ratsmitglieder gesagt, berichtet Tholen.

Jeder der Politiker habe beim Abschlussgespräch seine Bereitschaft bekräftigt, die Dötlinger Künstler projektgebunden finanzieren zu wollen. Das nächste Projekt könnte die Ausstellung der Künstlergruppe in der Dötlinger Galerie Gunda Stolle mit dem Titel „Zwischen Himmel und Erde“ im Jahr 2006 sein. Bis dahin liegt dem Gemeinderat längst der schriftliche Antrag der Künstler auf finanzielle Unterstützung zur Beratung vor. „Den werden wir jetzt umgehend einreichen“, sagte Hollmann. Dem von Bürgermeister Heino Pauka vorgeschlagenen Kunst-Tag, an dem auf einer Rundtour verschiedene Ateliers angesteuert werden könnten, steht Tholen grundsätzlich positiv gegenüber. Allerdings müsse das Angebot klar von der Gartenkultour abgegrenzt sein und dürfe nicht in Konkurrenz dazu stehen. „Wenn es soweit ist, werden wir Bürgermeister Pauka an seinen Vorschlag erinnern und um finanzielle Unterstützung für Flyer und Werbematerial bitten“, sagt Hollmann.

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