Wildeshausen Große Freude bei der Wildeshauser Schützengilde: Der silberne Königsorden von 1926 ist nach Jahrzehnten wieder in der Wittekind-Stadt. Ein Schotte bot der Gilde das historische Stück an.

Vor einigen Monaten hatte die Wildeshauser Schützengilde via Internet eine Anfrage aus Schottland erhalten, wo ihr eine „silberne Medaille“ zum Kauf angeboten wurde. „Etwas zurückhaltend haben wir diese Nachricht zunächst aufgenommen, haben dann aber doch sofort Kontakt mit dem Anbieter Alan Ramsay aus Schottland aufgenommen“, berichtet Pressesprecher Manfred Wulf.

Alan Ramsay aus Irvine/ Ayrshire (im Westen Schottlands) hatte diese Geschichte zu erzählen. Sein Vater, ein begeisterter Schütze und 1966 Vertreter Schottlands bei den Commonwealth Spielen, interessierte sich immer für alles, was mit dem Schießsport zu tun hatte. Insbesondere auf lokalen Flohmärkten war der Vater permanent auf der Suche nach interessanten Antiquitäten. So bekam er auch den silbernen Orden von der Wildeshauser Schützengilde aus dem Jahre 1926 angeboten, den Alan Ramsays Vater ohne Zögern kaufte. Es war ein silberner Orden der Wildeshauser Schützengilde aus dem Jahr 1926 mit den Insignien von H. Heitzhausen sowie dem Aufdruck „990 Silber“.

Der Verkäufer auf dem örtlichen Antiquitätenmarkt habe versichert, dass der Orden offenbar von schottischen Soldaten als „Souvenir aus Wildeshausen“ am Ende des Zweiten Weltkrieges mit nach Schottland genommen worden war.

In der Tat waren es auch Schotten, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges an Kampfhandlungen zur Befreiung in Norddeutschland, aber auch im Landkreis Oldenburg, eingesetzt waren.

Für Alan Ramsay, der sich nach eigenen Angaben vornehmlich für die Geschichten hinter dieser Art von Souvenirs interessiert, war es selbstverständlich, Kontakt zur Wildeshauser Schützengilde aufzunehmen. Sein Credo: Dieser Orden des Gildekönigs von 1926 müsse wieder zurück nach Hause.

So kaufte die Gilde vor einigen Tagen den Königsorden. Oberst Ernst Frost und Pressesprecher Manfred Wulf überbrachten ihn an den Neffen und das Patenkind des einstigen Gildekönigs Hermann Heitzhausen, den Wildeshauser Hermann Heitzhausen. Der freute sich sichtlich darüber, „dass nach knapp 70 Jahren dieser Orden wieder in Familienbesitz ist.“

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