Groß Ippener Der demografische Wandel in der Gesellschaft spiegelt sich auch auf dem Albertushof in Groß Ippener wider. Die Lebenserwartung steigt kontinuierlich und somit wächst auch die Zahl von Menschen mit einer geistigen Behinderung, die das Pensionsalter erreichen. In der Behinderteneinrichtung an der Stadtgrenze zu Delmenhorst hat man auf diese Entwicklung reagiert und eine Seniorentagesstätte eröffnet. Dort werden behinderten Menschen, die aus dem Arbeitsleben ausscheiden, vielfältige Möglichkeiten zur Beschäftigung und zur Begegnung geboten.

Das alte Gebäude, das vorher auf dieser Stelle gestanden hatte und abgerissen worden war, genügte nicht mehr den Ansprüchen an die pflegerische Versorgung. „So sagte der Landkreis: Reißt es ab und baut ein neues Haus“, berichtet Einrichtungsleiterin Siegrid Sprengel. In der vergangenen Woche wurde das neue „Haus Ahorn“ offiziell eingeweiht.

Eventuell Zuschuss

620 000 Euro hat das neue Haus gekostet. Es finanziert sich überwiegend über den Sozialhilfeträger aus den Mitteln der Eingliederungshilfe. Einen Zuschuss von 110 000 Euro hat die „Aktion Mensch“ in Aussicht gestellt.

Aktuell leben 75 geistig und körperlich behinderte Menschen auf dem Albertushof an der Straße „Hespenriede“. Etwa 20 von ihnen nutzen die Seniorentagesstätte. Insgesamt stehen hier 24 Plätze zur Verfügung. Die Plätze des neuen Hauses werden aber nicht nur an Bewohner des Albertushofes vergeben, sondern sind ein offenes Angebot für alle Behinderten, die noch in der Familie leben und den Tagesbetrieb des Albertushofes kennenlernen möchten, je nach Bedarf ein bis fünf Tage in der Woche. Geleitet wird das fünfköpfige Betreuungsteam von Heinz Sprengel.

Offenes Angebot

Ab 8.30 Uhr ist die Einrichtung geöffnet. Es gibt unter anderem Angebote wie Reiten, Musik, Malen, Turnen und Basteln. „Die Förderung, Entwicklung beziehungsweise die Aufrechterhaltung der individuellen körperlichen und geistigen Fähigkeiten der alten Menschen mit Behinderung stehen im Mittelpunkt. Genauso wie das seelische Wohlbefinden und schlicht die Freude am Leben“, heißt es im Profil für das „Haus Ahorn“.

„Die Termine für die Tagesstätten-Besucher, die außerhalb unserer der Einrichtung wohnen, können individuell abgestimmt werden“, weiß Verwaltungsmitarbeiterin Ingrid von Fintel.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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