Neuenwege Eine umwerfende Theatersaison erlebt die Speelkoppel Neenweg des Heimat- und Bürgervereins Neuenwege mit ihrer plattdeutschen Komödie „Nonnenpoker“. Alle Vorstellungen waren seit der Premiere Anfang Februar schnell ausverkauft – und immer wieder gab es sehr viel Lob und Anerkennung sowie begeisterten Szenenapplaus des Publikums.

Spielleiter Hartmut Hemmen freut sich über so viele positive Reaktionen. Sich für dieses Stück zu entscheiden, war ein echter Volltreffer, ist er sich jetzt sicher. Dennoch war zunächst durchaus Skepsis angebracht. Das Thema Kirche mit einer Mundartbühne zu verbinden, sei aus seiner Sicht schon einmal ungewöhnlich. Wie reagiert die Kirche selbst darauf, fragte sich das Ensemble bei den Proben. Nimmt das schwankverwöhnte Publikum solch ein Klosterthema an, wo Nonnen um Oblaten pokern und eine Mafiosibande ihr Unwesen treibt?, fragten sich die Akteure. „Bekommen wir mit unserer Truppe solch ein Thema in den Griff?“, war eine weitere Frage vor den ersten Proben. Spätestens mit dem Anlegen der Garderobe und der Schaffung einer halb fertigen, aber schon erkennbaren Kulisse waren alle Zweifel bei den Akteuren beseitigt.

Das Ensemble hat seine ihm zugedachte Rollen angenommen und umgesetzt, angefangen bei der gebrechlichen Altschwester Agathe (Waltraud Herrmann), die treffsicher und komisch die Probleme aus dem Weg räumt, zur deftigen Schwester Eva-Marie (Ilse Wiechmann), die hemdsärmelig und kochend viele Schwierigkeiten löst, bis hin zur Schwester Lucy (Jennifer Wichmann), die temperamentvoll die Weltlichkeit des Klosters verkörpert. Kontrastreich stellt Schwester Elisabeth (Jasmin Wichmann) den Part der Hingebung zum Glauben dar. Große Klasse verrät Mutter Oberin Lukretia (Birgit Kempermann), die der Spagat zwischen steifer Klostervorsteherin und kurzzeitiger Entgleisung wunderbar gelingt. Fast schon traumhaft routiniert treffen die Möchtegernmafiosi Salvatore (Andreas de Vries) und Antonio (Hans-Jürgen Sander) ihre Rollen. Das I-Tüpfelchen bildet schließlich der Auftritt von „Mafia-Big-Boss“ (Ilse Meinen).

Schon traditionell ist der Besuch des befreundeten Shanty-Chors aus Hude, der sich am Freitagabend die Komödie im „Clubhaus Alte Schule“ am Tweelbäker Weg angesehen hatte. Dirigent Reinhold Husemann bedankte sich mit seinen Sängern mit Liedern wie „Schwer mit den Schätzen“ und „Rosemarie“.

Nach zahlreichen Auftritten geht diese Theatersaison dennoch dem Ende entgegen. Wer sich die plattdeutsche Komödie noch ansehen möchte, hätte noch eine letzte Gelegenheit am Freitag, 9. März, 20 Uhr.

Eintrittskarten gibt es bei Birgit Kempermann unter Telefon   0 44 84/94 54 60 oder 01 52/08 99 77 15.

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