Neuenkoop Eigentlich war unter dem Titel „Willkommen im Vorfrühling“ die erste Themenführung des Jahres durchs erstmals ganzjährig geöffnete Arboretum Neuenkoop geplant. Doch angesichts der geringen Nachfrage hatte Betreiber Matthias Rieger seiner Gästeführerin spontan frei gegeben.

Die Gelegenheit, den botanischen Garten bei dem herrlichen Wetter auf eigene Faust zu besichtigen, wurde aber dennoch von vielen Gästen gerne genutzt. Ganz beeindruckt war ein mit Fotoapparaten ausgerüstetes Paar aus Oldenburg von einer riesigen, in knallroter Blüte stehenden Kamelie. Dutzende Bienen summten dort auf der Suche nach Pollen durchs Blütenmeer und boten tolle Motive.

Während die Zaubernusssträucher fast schon ausgeblüht haben, ist bei den Krokussen, den nach Honig duftenden Schneeglöckchen oder den verschiedenen Lenzrosen gerade Hochsaison. Optisch etwas unauffälliger verströmen die winterblühenden Mahonien oder Seidelbast ihren Duft. Und in ein paar Tagen werden auch die immergrüne Klematis oder der aus Japan stammende Papierstrauch ihre Knospen öffnen, ist sich Matthias Rieger sicher.

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Nahezu ohne Chemie kommt das Arboretum aus. Totholz bleibt für die Insekten liegen. Die abgestorbenen Stauden werden erst im Frühling aus den Beeten entfernt, denn ihre Samen bieten Vögeln in den Wintermonaten Nahrung. Dem Irrglauben, dass nur heimische Pflanzen von Nutzen für die hiesigen Insekten seien, kann der Experte dagegen nur widersprechen – mit dem Hinweis, dass die beispielsweise gerade bei den Bienen äußerst beliebte Kamelie ursprünglich aus Asien stammt.

Ein üppig blühender Garten muss allerdings nicht gleichzeitig ein Bienenparadies sein. Anders als bei ungefüllten Blüten, können Insekten bei gefüllten Zuchtarten nicht an die Staubgefäße gelangen, erklärt Matthias Rieger den entscheidenden Unterschied.

An diesem Freitag, 1. März, wird das Arboretum aus seinem winterlichen Schlummermodus geweckt. Ab Sonntag, 3. März, um 14.30 Uhr, beginnen wieder die sonntäglichen Führungen, bei denen es immer viel Wissenswertes über die Pflanzenvielfalt zu erfahren gibt. Anmeldungen sind dazu nicht erforderlich.

Wer hingegen einmal vom Chef persönlich den botanischen Garten erklärt haben möchte, muss sich hierfür anmelden. Erstmals am 21. April, um 14.30 Uhr, führt Matthias Rieger dann zwei Stunden lang durch seine zwei Hektar große Anlage, stellt das Projekt mit seinen Augen vor oder weist auf Besonderheiten hin. Eine Pause mit Kaffee und Kuchen gehört ebenfalls dazu. Weitere Termine sind der 25. Mai, 25. August und 29. September.

Mit Veranstaltungen wie einer „English Tea Time“ am 19. Mai, einem Sommer- und einem Kürbisfest oder dem Boulespielen lockt das Arboretum in diesem Jahr neben vielem anderen. Am Sonntag, 17. März, wird ab 14.30 Uhr aber erst einmal die Frage „Was ist eigentlich ein Arboretum?“ geklärt.

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