Neuenkoop /Hude So viel Grün, Gelb und Rot: Beim Weg auf eigene Faust durchs herbstliche Arboretum Neuenkoop wäre gewiss so mancher Besucher an vielen der spannenden Gewächse, die dort beheimatet sind, ahnungslos vorbeigegangen. „Herbstfärbung“ lautete das Schwerpunktthema der Führung, zu der Gästeführerin Tibke Vehlies aus Hude eingeladen hatte. Die zweistündige, äußerst kurzweilige Veranstaltung hatte weitaus mehr Sinnen etwas zu bieten, als nur den Augen.

Mit einem kleinen Vortrag, wie nach dem Zelltod aus den grünen Blättern gelbe, orangene, rote oder schließlich braune werden oder eine sich bildende Korkschicht dafür sorgt, dass die Blätter abfallen, führte Tibke Vehlies in den Rundgang über das zwei Hektar große Gelände ein. Und der ließ die zum großen Teil erstmals das Arboretum besuchenden Teilnehmer dann in fremde Welten mit Pflanzen von allen Kontinenten der Erde eintauchen.

Einmal über die weiche Rinde der Mammutbäume streichen und den immergrünen, in Portugal oder Irland beheimateten Erdbeerbaum bewundern, gehörte genauso dazu wie das Einatmen der Düfte der immergrünen Ölweide, der Zimterle, der Bitterorange oder des Lebkuchenbaums, die auch zu dieser Jahreszeit noch in Blüte stehen.

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Üppig Früchte tragende Bayernfeigen, Amaranth, Herbstklee oder chilenische Tomaten, Milchorangen, die nichts mit den bekannten Apfelsinen zu tun haben, und Zieräpfel in allen möglichen Farben hat Betreiber Matthias Rieger auf dem aus Marsch, Moor oder Geest bestehenden Boden des Arboretums ihren Anforderungen entsprechend in verschiedenen „Räumen“ gepflanzt, so dass sie auch in der Wesermarsch bestens gedeihen.

Kirschlorbeerhecken oder Scheinzypressen schützen vor kalten Winden, und Kiesflächen sorgen an anderen Stellen dafür, dass die Wärme für Gehölze länger im Boden gespeichert bleibt.

Ein Baum, der auch ohne Blätter aufgrund seines filigranen Wuchses hübsch anzusehen ist, sei der nordamerikanische Geweihbaum, erklärte die Gästeführerin. Eine Besonderheit des Gehölzes ist, dass er im Frühjahr erst Blätter austreibe, wenn es tatsächlich keinen Frost mehr gibt, hieß es weiter.

Mit vielen, manchmal recht erstaunlichen Erkenntnissen wurden die Teilnehmer durch die verschiedenen Themenbereiche der Anlage geführt. Wie gut, dass es zwischendurch eine gemütliche Pause mit Kaffee und Kuchen am großen Teich gab.

Eine Winterpause wird es ab sofort nicht mehr geben. Schließlich hat das Arboretum auch in den kommenden Monaten mit zahlreichen immergrünen Gewächsen und tollen Motiven viel zu bieten.


     www.arboretum-neuenkoop.de 
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