DöTLINGEN „Oh, happy day“ sang das „Chörchen“ unter der Leitung von Markus Häger am Sonntagnachmittag im Einführungsgottesdienst für die Pfarrerinnen Claudia Hurka-Pülsch und Susanne Schymanitz in der St.-Firminus-Kirche in Dötlingen. Ein Freudentag nicht nur für die „neue weibliche Doppelspitze“, sondern für die ganze Kirchengemeinde, wie es Christian Wolf im Namen des Gemeindekirchenrates erklärte.

Oberkirchenrätin Christine Lenk und Kreispfarrer Dietrich Jaedicke oblag die Einführung in der voll besetzten Kirche. Die Assistenz hatten Pastorin Gitta Hoffhenk (Delmenhorst) und Claudia Heil (Dötlingen) sowie Pastor Stefan Grünefeld (Hooksiel) und Kreispfarrer Christian Scheuer (Friesland-Wilhelmshaven) übernommen.

Schwere Zeit vorbei

Formal betrachtet haben Claudia Hurka-Pülsch die Pfarrstelle II und Susanne Schymanitz die Pfarrstelle I jeweils zum 1. November übernommen. Doch die Einführung der beiden Pfarrerinnen kennzeichnete zugleich eine nicht leichte Zeit für die Gemeindemitglieder, den Gemeindekirchenrat und auch Claudia Hurka-Pülsch.

Christian Wolf brachte es auf den Punkt: Mit der offiziellen Verabschiedung von Pastor Hartmut Lübben im Juni seien die zwei vollen Stellen vakant gewesen. Das forderte von Claudia Hurka-Pülsch von einem Tag auf den anderen vollen Einsatz und sogar die Führung der Geschäfte. „Sie hat mit einem Lachen den Kopf hingehalten und das Beste aus der Situation gemacht. Deshalb war es uns im Kirchenrat auch besonders wichtig, mit Susanne Schymanitz eine Nachfolgerin zu finden, deren Arbeit auf Nachhaltigkeit und Kontinuität angelegt ist.“ Die Wechsel in der Vergangenheit hätten der Kirchengemeinde in vielerlei Hinsicht viel abverlangt.

Als Dank und zur Amtseinführung überreichte Wolf an Claudia Hurka-Pülsch Eintrittskarten für das Museumsdorf Cloppenburg für die ganze Familie. Susanne Schymanitz erhielt zur Begrüßung eine Kanutour auf der Hunte als Geschenk.

„Ganz in Schwarz“

Zuvor hatte Kreispfarrer Jaedicke den Bogen von dem bekannten Roy-Black-Schlager „Ganz in Weiß mit einem Blumenstrauß“ zu einer eigenen Interpretation geschlagen: „Ganz in Schwarz mit einem Heiligenschein“. „Zwei Pastorinnen hat es so noch nicht in Dötlingen gegeben.“ Wenn in dem Schlager die Rede von der Hochzeit sei, so könne dieses im übertragenen Sinne auch auf die Verbindung der beiden Pastorinnen mit der Gemeinde gelten. Jaedicke: „Zwei unterschiedliche Frauen, geeint durch ihren Glauben und Gotteswort, ganz in schwarz mit Heiligenschein.“ Letzteren könnten aber nur alle zusammen, die Gemeinde und die Pastorinnen, zum Leuchten bringen. Dies sei die eigentliche Ehe vor Gott.

Die beiden Pastorinnen hielten ihre Predigt im Zwiegespräch: Sie prangerten die sich überschlagenden Hiobsbotschaften an und ein oft fehlendes Aufeinanderzugehen. Gleichzeitig lud Susanne Schymanitz zum Besuch und Gespräch ein: Ihre Türen ständen offen und Zeit für ein Gespräch gebe es immer. Nach dem Gottesdienst fand ein Empfang im Schützenhof „Unter den Linden“ statt. Die Gäste nutzten die Gelegenheit für ein paar Ansprachen und Geschenküberreichungen.

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