Neerstedt Scharf und immer ein unterhaltsam-witziger Genuss mit Anspruch: Dafür steht die „Leipziger Pfeffermühle“. Sie gehört zu den ältesten und bekanntesten Kabaretts der deutschen Kleinkunstszene. Gerne geht sie auch auf Gastspielreise, und die führt sie jetzt in die Gemeinde Dötlingen. Am Samstag, 3. Februar, 20 Uhr, gastiert die Pfeffermühle mit ihrem Programm „Agenda 007“ auf der Neerstedter Bühne am Denkmalsweg in Neerstedt. Eine außergewöhnliche Veranstaltung im Programm der Bühne und womöglich ein guter Anlass, auch einmal das einzige Theater im Landkreis Oldenburg zu besuchen.

Die Pfeffermühle: Das ist eine sehr deutsche Geschichte. 1954 in Leipzig gegründet, war Kabarett in der DDR eine ständige Gratwanderung in einem Umfeld von Zensur und Bespitzelung. „Die politische Satire musste sich hinter doppelbödigen Pointen oder zwischen den Zeilen verstecken“, heißt es.

Nach der Wende 1989/90 haben sich die Zeiten der politischen Satire grundlegend geändert. Im wiedervereinigten Deutschland suchen die Sachsen ständig nach neuen Formen und Mitteln, um sich in der medialen Überflutung Gehör zu verschaffen.

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Tickets

Karten für den Auftritt der Leipziger Pfeffermühle am Samstag, 3. Februar, 20 Uhr, in der Neerstedter Bühne gibt es zum Preis von 20 Euro. Der Vorverkauf läuft über den Anrufbeantworter der Neerstedter Bühne, Telefon   04432/1604, oder per E-Mail info@neerstedter-buehne.de

    www.neerstedter-buehne.de  oder www.kabarett-leipziger-pfeffermuehle.de

Die „Pfeffermüller“ sehen sich als eine Mischung aus zeitgemäßer Unterhaltung und künstlerischer Tradition. „Neben bissigen Pointen und deftigem politischen Witz gibt es geschliffene Dialoge, komödiantische Spielszenen und Gesangsnummern, die unter die Haut gehen. Showvergnügen als Mittel zum Zweck des Denkvergnügens“, so der Anspruch der Pfeffermühle. Die positiven Reaktionen zeigen, dass sie ihm gerecht werden.

Nach Neerstedt bringen die Sachsen ihr Programm „Agenda 007!“ mit. Dabei geht es laut Ankündigung um folgendes: „Der feuchte Traum der Stasi ist gesamtdeutsche Wirklichkeit: kein öffentliches WC ohne Kamera, kein privater PC ohne Staatstrojaner. Das Handy hört mit, das Auto sendet die Position, und der Fernseher schaut uns ins Schlafzimmer.“ Da werden heimlich die E-Mails des Partners gelesen, die Handys der Kinder geortet, per WhatsApp gecheckt, ob sie unter der Bettdecke noch online sind. Franziska Schneider, Matthias Avemarg und Michael Rousavy wollen „mit beißendem Spott, ansteckender Musikalität und einer Prise Investigativität“ endlich Licht ins geheimdienstliche Dunkel bringen, so die Ankündigung der Vorstellung.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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