Treffpunkt für Musikfreunde und Schülerinnen sowie Schüler der Musikschule „Brass & More“ war am Sonntagnachmittag die Heilig-Geist-Kapelle Wüsting. Hier luden Schüler und Lehrer unter der Leitung von Ina Wübbeler zum „Herbstkonzert“ ein. Insgesamt neun Nachwuchsmusiker stellten dort ihr Können vor Publikum unter Beweis.

Zum Auftakt spielte die Altblockflöten-Gruppe „Trumpet Voluntary“ von Henry Purcell. Abwechslungsreich gestaltete sich der weitere Konzertverlauf. Mit Kompositionen von Händel, Brahms, Bach, Beethoven, Engel und Vaigel sowie Traditionals gaben die Musikschüler einen Querschnitt ihres Könnens.

Dabei konnte auch die Orgel der Kapelle und ein Klavier bei Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ genutzt werden. Insofern war die Heilig-Geist-Kapelle in Wüsting ein idealer Veranstaltungsort für das Herbstkonzert. Mit dem deutschen Volkslied „Bunt sind schon die Wälder“, begleitet auf Keyboard und Blockflöte, endete das Konzert in Wüsting.

Zu den Aktiven zählten Karin Barkewitz-Jablonowski (Delmenhorst), Ferner Janne Imbeck (Hude), Uta Imbeck (Hude), Eva Röseler (Wüsting) und Josephina Röseler (Wüsting). Sie spielten als Instrument die Blockflöte. Bernd Wachsmann aus Hude stellte sich am Keyboard vor. Lyn Mieke Behrens (Hude) sowie Leni Fey und Fenja Laudien (beide aus Wüsting) spielten jeweils das Klavier. Am Ende wurde um eine Spende gebeten. Damit soll die Produktion der vierten Musikschul-CD ermöglicht werden.

Mit dem weltberühmten Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung – Erinnerungen an Viktor Hartmann“, einer Komposition von Modest Mussorgsky aus dem Jahr 1874, eröffnete die 25-jährige Vera Andrianova den zweiten Konzertpart ihres Konzertes im Forum am Huder Bach in Hude.

Schon vor der Pause hatte die aus dem russischen St. Petersburg bekannte Pianisten mit Werken von Bach und Beethoven überzeugen können. Sie gilt als musikalisches Ausnahmetalent und stellte diesen Anspruch in den zehn Bilder der Ausstellung nach Mussorgsky brillierend unter Beweis.

Zu hören waren die Bilder Gnomus (Der Gnom), Il vecchio castello (Das alte Schloss), Tuileries (Die Tulerien – Spielende Kinder), das „Ballett der unausgeschlüpften Küken“, „Samuel“ Goldenburg und „Schmuyle“, der Marktplatz, Die Katakomben, Die Hütte auf Hühnerfüßen und das Heldentor. Zehn Bilder, von denen nicht ganz klar ist, ob es sie wirklich alle gab oder Mussorgsky sie auf Vertonung erfand. Für das Konzert spielte das aber eine eher untergeordnete Rolle, ging es doch vielmehr darum, die Umsetzung der Kompositionen zu genießen. Zusammen mit Janneke Hünger (Flöte) spielte die Pianistin auch ein Stück von Sammartini.

Vera Andrianova zählt zu den so genannten russischen Wunderkindern. Sie besuchte seit dem ersten Schuljahr eine Spezial-Musikschule, die dem weltberühmten Rimsky-Korsakov-Konservatorium angeschlossen ist. Seit September 2012 studierte die Musikerin Klavier am Konservatorium in St. Petersburg, im Oktober 2014 wechselte sie an die Musikhochschule nach Hannover, in der sie ihren Bachelor absolvierte. Seit Oktober 2017 studiert sie in Weimar und möchte dort im nächsten Jahr ihren Master machen.

In den vergangenen Jahren trat die Ausnahme-Pianistin unter anderem mehrfach in der St. Petersburger Philharmonie auf und zählt zu den Preisträgern mehrerer internationaler Musikwettbewerbe. 2004 gastierte sie zum ersten Mal zusammen mit anderen jungen Musikern in mehreren deutschen Städten.

Solokonzerte in Norddeutschland gab die begnadete Pianistin vor sechs Jahren zum ersten Mal. Seitdem gastiert sie in regelmäßigen Abständen in verschiedenen deutschen Städten. In Hude ist sie keine Unbekannte, in den vergangenen Jahren trat sie bereits dreimal erfolgreich im Forum auf. Durch die Unterstützung der Vereinigten Volksbanken können diese Auftritte möglich gemacht werden.

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