Ganderkesee „Dein mitreißendes Lachen bei Konfirmanden-Freizeiten wird uns fehlen“, bekannte Pastorin Susanne Bruns, Geschäftsführende Pfarrerin der Ev.-luth. Kirchengemeinde Ganderkesee, freimütig. Aber sicherheitshalber hätten die Jugendlichen einen Mitschnitt gemacht. Den werde man wohl im nächsten Jahr abspielen.

Mit einem festlichen Gottesdienst in der St. Cyprian- und Corneliuskirche und einem Empfang im Gemeindehaus wurde Pastor Michael Kalisch (65) am Sonntag nach 33-jähriger Tätigkeit in der Kirchengemeinde in den Ruhestand verabschiedet. An der Gestaltung des Abendmahlsgottesdienstes beteiligten sich seine Amtskollegen Bruns, Uta Brahms und Eckhard Dreyer. Für den musikalischen Rahmen sorgten Kantor Thorsten Ahlrichs, Chor und Bläserkreis. Kreispfarrer Bertram Althausen überreichte Kalisch die Entlassungsurkunde zum Wechsel in den Ruhestand, den der Theologe offiziell zum 1. August antritt.

Die Predigt hielt Kalisch selbst. Vor dem Hintergrund des Predigttextes, der Berufung des Simon Petrus durch Jesus, bekannte der Seelsorger, dass er eigentlich Zahnmedizin studieren wollte, aber damals auf der Warteliste landete. Die Wahl der Theologie sei richtig gewesen: Als Pastor habe er „einen der schönsten Berufe“ ergriffen. Kalisch riet der Gemeinde, das Gottvertrauen nicht so schnell sinken zu lassen: „Das Wort „Fürchte Dich nicht“ gilt nicht nur für Pastoren!“

Angesichts der beengten Platzverhältnisse im Gemeindehaus wurden die Grußworte in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche gesprochen. Pastorin Bruns dankte Kalischs Ehefrau Isolde, die oft auf ihren Mann verzichten musste. Sie würdigte die hohe seelsorgerische Kompetenz ihres Amtskollegen, die Arbeit mit den Jüngsten in der Gemeinde und seine Liebe zum Gottesdienst und zur Liturgie.

Kreispfarrer Althaus meinte, es sei „ein Segen“, dass es mit „der Zahnklempnerei“ nicht geklappt habe. Kalisch sei ein Pastor, der ansteckt und Menschen einlädt. Für den Bezirkskirchenrat würdigte Konrad Horstmann die Arbeit des Theologen, der von allen „sehr geschätzt“ wurde. „Sicher war nicht alles vollkommen“, bedankte sich Kalisch für die große Wertschätzung. Er dankte Peter Elgeti, der ihn jahrzehntelang an der Orgel begleitet habe. Und er freute sich, dass sein ehemaliger Vikarsvater Pastor Hans von Seggern (101) gekommen war, um ihn an diesem besonderen Tag zu begleiten.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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