STEINKIMMEN STEINKIMMEN - Die ersten schönen Frühlingstage des Jahres waren auch für viele Motorradfahrer das Startzeichen. Sie machten ihre Maschinen fahrbereit und brausten auch über die Ganderkeseer Straßen. Ab jetzt nimmt deshalb auch wieder die Unfallgefahr auf der Bergedorfer Landstraße in Steinkimmen weiter zu, befürchtet der Vorsitzende des Ortsvereins, Gerold Cordes.

„Die Motorradfahrer lieben die Straße wegen ihrer Kurvenkombination“, meint Cordes. Aber nicht nur die – auch die Autofahrer drückten an dieser Stelle gerne einmal aufs Gaspedal. So sei es in den vergangenen Jahren auf dem Abschnitt zwischen Heinrich-Schwarz-Weg/Am Sender und der Kimmer Landstraße vermehrt zu Unfällen gekommen, sagen Gerold Cordes und seine Frau Kerstin.

Der Ortsverein hat deshalb bereits 1998 sowohl für die Bergedorfer Landstraße als auch für die Kimmer Landstraße ein Tempolimit auf 70 Stundenkilometer beantragt. Dieses wurde im zweiten Anlauf für die Kimmer Landstraße genehmigt, für die Bergedorfer Landstraße jedoch abgelehnt. Inzwischen ist es jedoch im Dorferneuerungsplan für Bergedorf und Steinkimmen aus dem Jahr 2003 festgeschrieben, sagt der Sprecher des Arbeitskreises Steinkimmen, Eckhard Rohde. Doch die Umsetzung ist fraglich.

Die Polizei hat an dieser Stelle bisher keinen Unfallschwerpunkt festgestellt. Die Motorradfahrer seien als Unfallverursacher unauffällig. Auf NWZ-Nachfrage konnte sich auch der Fachdienstleiter Verkehr der Gemeinde Ganderkesee, Michael Kleinert, nicht an eine Unfallhäufung auf der Strecke erinnern. Momentan liege ihm auch kein Antrag auf Geschwindigkeitsbegrenzung vor. Beim Vorliegen eines solchen Antrags sei dann das Unfallgeschehen ein Kriterium unter mehreren.

Das Ehepaar Cordes ist sich unterdessen sicher, dass die Straße sehr unfallträchtig ist. Grund dafür: „Überhöhte Geschwindigkeit“. Die erlaubten 100 Stundenkilometer würden besonders bei schönem Wetter häufig deutlich überschritten – obwohl ein Warnschild die gefährlichen Kurven anzeige. Vielfach würden Unfälle allerdings gar nicht offiziell registriert. Dann bretterten vor allem Motorräder, aber auch Autos in die Büsche am Straßenrand oder rissen Straßenschilder auf der Verkehrsinsel um, ohne dass dies aufgenommen oder offiziell festgehalten würde.

siehe Interview Seite 35

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