DöTLINGEN Wozu die Nordwest-Zeitung nach dem Lesen noch zu gebrauchen ist, stellte Günther Coors eindrucksvoll unter Beweis: Der Wildeshauser dekorierte seine Seifenkiste mit Schlagzeilen aus der NWZ. Gemeinsam mit einem Nachbarjungen, dem zehnjährigen Lars Poetsch, sauste er in der „Infokiste“ den 130 Meter langen Walschenkampsweg hinunter. Die 15. Auflage des Dötlinger Seifenkistenrennens erwies sich erneut als Mordsgaudi für Teilnehmer wie Zuschauer.

27 Starts in drei Klassen wurden bei den Seifenkisten gezählt. Mit bunten Rennern wie „Green Monster“, „Donnervogel“ oder „Ratte“ gehörten auch in diesem Jahr wieder viele Exoten zum Teilnehmerfeld. Kiro Franz aus Wildeshausen wagte sich gar in einem Karton, der einst ein TV-Gerät beherbergt hatte, auf die Piste hinunter zum Hof von Heinz Menkens. Ein anderer hatte einen Spatenstiel zur Bremse umfunktioniert. Wie im Vorjahr setzte sich Bert Mennenga aus Dötlingen in der Gruppe „17 Jahre und älter“ durch. Er benötigte 13,34 Sekunden in seiner „Ratte“ für die 130 Meter lange Strecke. Sohn Malte Mennenga verteidigte seinen Vorjahressieg in der Gruppe „11 bis 16 Jahre“. Bei den Sechs- bis Zehnjährigen gewann Niklas Crull aus Hude. Außer Konkurrenz starteten Florian Walter (10) und Robert Becker (11) aus Kirchhatten im „Zweier“, der aus alten Brettern zusammengenagelt worden war.

Wenn es mal nicht so ganz mit dem Tempo klappte, half Klaus Jokiel schon einmal etwas nach. So verpasste er kurz vor dem Ziel Kiro Franz den nötigen Schwung. Die Zeitmessung hatte Jokiel in diesem Jahr seinen Töchtern Ann-Christin (17) und Inken (14) überlassen. Lichtschranken an Start und Ziel halfen, die Fahrtzeit bis auf die Hundertstel genau zu ermitteln.

Bei den Bobby-Cars gingen in diesem Jahr 20 Teilnehmer an den Start. Die Sieger wurden erneut im K.o.-System ermittelt. Bei den „Profis“ setzte sich der 65-jährige Richard Freudenstein aus Oldenburg vor Enkel Thomas Freudenstein durch. Dass er später einmal so schnell Bobby-Car fahren würde, habe er sich auch nicht träumen lassen, meinte Freudenstein im Ziel. Zufrieden zeigte sich auch Vorsitzender Pierre Henning von der ausrichtenden Motorsportgemeinschaft (MSG) Hunte Delme im ADAC. Bei ihm liefen erstmals alle Fäden zusammen. Die markante schwarz-weißen Zielflagge, mit der schon in den 50er Jahren Rennen am Fillerberg gestartet worden waren, fehlte diesmal allerdings.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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