HARPSTEDT Gelungener Coup am Backblech: Ein Oldenburger hat den „Harpstedter Keks“ in Richtung Huntestadt entführt: Asmus Moser eroberte am Sonnabend mit seiner Eigenkreation „Apfelkisser“ mit winterlichem Apfelgeschmack den begehrten Wanderpokal in Form eines Zimtsterns. „Da müssen sich die Harpstedter nächstes Jahr anstrengen, den Keks zurückzuholen“, rief Jens Fröhlke vom veranstaltenden Kulturverein KuK beim literarisch gerahmten Backwettstreit im „Marktkieker“ auf, 2011 gegen den Titelverteidiger anzutreten. Sorgen um das Interesse am dann zehnten „Keks“-Abend müssen sich die Organisatoren wohl kaum machen: Dafür sprachen ein mit gut 130 Zuschauern brechend voller, ausverkaufter Saal sowie 14 teilnehmende Backfreunde – das Äußerste, was der Jury zuzumuten war, wie Fröhlke befand.

Denn die mit Jan Pössel, May-Britt Mundt, Wolfgang Bleyer, Wiebke Miesner, Christoph Schneider und Claudia Sanner besetzte Runde hatte jeden Keks zu probieren und Geschmack, Konsistenz und Aussehen zu benoten. Erstmals griff auch das Publikum in die Bewertung ein und vergab Punkte für Aussehen und den möglichst originellen Keksnamen. Ein neues Kriterium, das Bezeichnungen wie „Ohne Leichen“ oder „Butterbrot mit Schnittlauch“ hervorbrachte, andere setzten auf Lokalkolorit im Namen. Am meisten punkten in der Gesamtwertung konnten neben den „Apfelkissern“ die „Harpstedter Weihnachtszipfel“ von Daniela Bernsen (Platz 2) sowie die „Feigenmakronen“ von Silke Landgraf (Platz 3).

Zwischendurch wurde aufmerksam gelauscht und viel gelacht. Denn in den Knusperpausen sorgte Fröhlke mit ausgewählten skurrilen, mal nachdenklich stimmenden, bisweilen auch makabren Geschichten rund um Weihnachten für Lachtränen. Ob Christbaumschmuck und seine Rolle in der Zweisamkeit, die Frage des Ursprungs von Weihnachten (erörtert im alkoholvernebelten Drei-Personen-Dialog) oder die Frage von Freude und Last mit dem Schnee: Der Blick auf den Weihnachts(un)sinn war so entlarvend wie erheiternd.

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Durchs Programm führten in lockerer Moderation Markus Kellmann und Holger Meyer. Für den musikalischen Rahmen sorgten Lutz Sanner und Anja Herold, die vor allem für Einlagen mit Euphonium und Sopransaxophon mit viel Applaus belohnt wurden. Beifall auch für ein Debüt: Stefan Hehr (Gitarre) begleitete bei seinem ersten Auftritt gemeinsam mit Gitarrist Heere Junker den singenden Jens Fröhlke bei „Nothing else matters“. Ein langer Abend mit großem Unterhaltungswert und hohem Kultfaktor.

wurden gekürt: Zugleich bot der „Keks“ den Rahmen für die fünfte Verleihung des Ehrenamtspreises „Harpstedter Hand“, der diesmal auf Vorschlag aus der Bevölkerung an Petra und Uwe Lehmkuhl ging.

sollte damit nicht nur Petra Lehmkuhls Engagement in Kirche und Schule: „Beeindruckt“ gewesen sei die Jury aus Initiatoren und bisherigen Preisträgern von der Hilfe, die das Ehepaar Lehmkuhl vor einigen Jahren zwei Jungen nach dem frühen Tod der Eltern zukommen lassen habe, würdigte Jens Fröhlke: „Sie haben sie mit in die Familie aufgenommen, sich gekümmert, bei Behördenfragen geholfen. Großartig, was ihr gemacht habt!“

ihr soziales Engagement ist, betonte Petra Lehmkuhl bei der Preisvergabe: „Was kriege ich dafür: Diese Denke muss weg“, erklärte sie. Dass sie sich seinerzeit der beiden noch in der Ausbildung steckenden jungen Leute angenommen hatte, begründete sie einfach: „Sie standen ziemlich allein da.“ Zugleich richtete Petra Lehmkuhl auch ein Dankeschön an ihre Familie, die stets mitgeholfen habe: „Ohne starke Familie geht es nicht.“

war der Ehrenamtspreis mit dem Inhalt einer Spendenkuh, die am Sonnabend nach einer Sammelaktion bei der Veranstaltung noch mit rund 500 Euro gefüttert wurde.

Astrid Kretzer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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