Wildeshausen Die 15 Kinder der Initiative „Gemeinsam stark – Kinder unserer Stadt“ des Mehrgenerationenhauses Wildeshausen haben fleißig mit angepackt. Zusammen mit ihren Betreuerinnen Linda Vietor und Uta Barth haben sie im Arboretum des Rotary Clubs die in ihrer Ferienfreizeit im Blockhaus Ahlhorn angefertigten Nisthilfen für Wildbienen zu einem stattlichen Insektenhotel zusammengefügt und aufgestellt. Dafür hatte Dr. Volker Kuhlmann (Rotary-Club) einen günstigen Platz Arboretum Wildeshausen ausgesucht.

Unter der Anleitung von Dr. Wulf Carius, Thomas Rabe vom Wendbüdelhof in Prinzhöfte und Volker Kuhlmann schaufelten die Mädchen und Jungen Löcher für die schweren Holzbalken und stampften sie fest. Mit der Wasserwaage wurden die Querbalken ausgerichtet und montiert, sodass die Lehmblöcke dort hineingepasst werden konnten. Die ganze Konstruktion schmierten und drückten sie mit Lehm zu, damit alles schön fest saß. Zusätzlich bohrten die Kinder weitere Löcher in die Lehmblöcke und das Holzgestell. Es sollen nämlich im nächsten Jahr möglichst viele Eier in den Löcher abgelegt werden können, damit wieder neue Bienen schlüpfen können.

Bei einer zünftigen Vesper erfuhren die Kinder viel über die Besonderheiten der kleinen Wildbienen. Sie sind es, die überwiegend die Obstbäume bestäuben – mehr noch als die Honigbienen und Hummeln. Sie besuchen eine Blüte nach der anderen, sammeln Pollen und trinken zwischendurch Nektar aus anderen Blüten. Dabei bleibt immer ein bisschen Blütenstaub von einer anderen Blüte hängen. Es bedeutet, dass die Blüte bestäubt wird und ein neues Samenkorn für die Blüte im nächsten Jahr heranwächst. Die Wildbienen gründen keine Völker, sie leben allein. Jedes Weibchen sorgt nach der Befruchtung für Nachwuchs. Sie legt ein Ei zum Beispiel in das Loch des Insektenhotels und verschließt es wieder. Die sich aus den Eiern entwickelnden Larven versorgen sich mit den Pollen, die die Mutterbiene vor der Eiablage in das Nest gelegt hat.

Auf jeden Fall wollen die Kinder die Wildbienen im nächsten Jahr beobachten und eine Fotodokumentation machen. Linda Vietor und Uta Barth waren sich einig, dass Unternehmungen dieser Art einen großem Wert für die soziale Entwicklung der Kinder bedeuten.

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