Loué /Harpstedt „Laudate omnes gentes“ – mit diesem getragenen Lied aus Taizé schritt der Gemischte Chor Harpstedt am Sonntagnachmittag würdevoll auf die Altarstufen der Louér Kirche, begleitet von den vier Streicherinnen Ute Klitte, Jana Gärtner, Friederike Schoo und Dhana Lange. Die Heizung im Saal des Kulturzentrums funktionierte nicht, somit fand das Konzert in der Kirche statt – ein Konzert, das den Höhepunkt der fünftägigen Fahrt des Gemischten Chors Harpstedt in Harpstedts französische Partnergemeinde Loué bildete.

Der Umzug in die Kirche „erwies sich ob der hervorragenden Akustik als Glücksfall“, berichtet Dirigent Steffen Akkermann. 19 Sängerinnen und Sänger des Chores legten dort los: „Singen macht Spaß“, „Wolkenbilder“ und weitere Chorstücke wurden sehr klangvoll und lebendig dargeboten. Akkermann war der Stolz auf diese Leistung anzumerken.

Danach spielten die Streicherinnen den 1. Satz aus der „Kleinen Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart – erfrischend und brillant aufgestellt. Der Louér Chor „A travers champs“ begeisterte mit einem schwungvollen und ansprechenden Programm – unter anderem mit dem „Halleluja“ von Leonhard Cohen und dem Spiritual „Deep water“.

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Nach weiteren Darbietungen traten Loué und Harpstedt gemeinsam auf zur teilweisen „Generalprobe“ für das Konzert zum 50-jährigen Partnerschaftsjubiläum im nächsten Jahr. „Über den Wolken“ und „Gute Nacht, Freunde“ von Reinhard Mey sowie zwei weitere Stücke wurden gesungen und gespielt für die zahlreich anwesenden Louéser, die 2019 nicht nach Harpstedt kommen können.

Bereits am Freitag war die Gruppe aus Chormitgliedern, Streicherinnen und Mitgliedern der Schießsportkameradschaft (SSK) pünktlich um 15 Uhr in Loué angekommen, sie wurde im Kulturzentrum fröhlich vom Louéser Chor und dem Partnerschaftskomitee begrüßt – köstlichen Ehrenwein und Dessert eingeschlossen. Chor-Vorsitzende Angela Willms bedankte sich in perfektem Französisch für die Einladung und überreichte einen Präsentkorb mit Spezialitäten der Region.

Am Samstag ging es morgens nach Baugé, um ein ehemaliges Spital, das „Hôtel Dieu“, und das Schloss zu besichtigen.

Am Sonntagmorgen traf man sich am Ehrenmal vor der Kirche, um ein Gesteck seitens der SSK niederzulegen. Vorsitzender Peter Rehling mahnte, die Opfer der Kriege nicht zu vergessen.

Im anschließenden Gottesdienst wirkten die beiden Chöre und die Streicherinnen vielfach mit, und Steffen Akkermann gab eine deutschsprachige Zusammenfassung der leidenschaftlichen Predigt von Père Gwénael, Priester der Kirchengemeinde Loué.

Sonntagabend fand nach dem Konzert ein Abschiedsabend statt. Die Louéser Sängerinnen und Sänger hatten in einer gewaltigen Anstrengung alles in den Festsaal von St. Denis d´Orgue gebracht. Denn die Heizung im Festsaal war noch defekt.

Nachdem man gespeist hatte, trugen Ute Klitte (Violine) und Steffen Akkermann (Akkordeon) nach der Melodie „Am Fenster“ von City einen deutsch-französischen Song vor, in dem auf die 50-jährigen Beziehungen zwischen Loué und Harpstedt Bezug genommen wurde. Gemeinsam sangen beide Chöre fröhlich und schwungvoll „A la claire fontaine“, „Kumbaya“, „La mer“ und weitere Stücke wie das Lied „Harpstedt-Loué“. Die Streicherinnen gaben – umjubelt – Klezmerstücke, Musik aus dem „Phantom der Oper“ und einen Tango zu Gehör. Auf Wunsch sang der Louéser Chor noch einmal das „Halleluja“, um dann mit allen Teilnehmern mit dem Abschiedslied „Ein schöner Tag zu Ende geht“ den Abend zu beschließen.

Alle waren sich einig: Das war ein wunderbarer Aufenthalt mit einem tollen Programm und vielen zwischenmenschlichen Begegnungen.

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