Littel Feier zum Dorfjubiläum, Breitband-Ausbau oder Verschönerung des Dorfplatzes. In den vergangenen zehn Jahren gab es in Littel wohl kein Projekt, an dem Werner Liebl nicht mitgewirkt hat. Als Vorsitzender des Heimatvereins und der Dorfgemeinschaft von 2009 bis 2015 hat sich der Ur-Litteler für sein Dorf eingesetzt und stark zur Verbesserung der Lebensqualität beigetragen. Bis zum Februar diesen Jahres war er noch im Vorstand tätig, jetzt hat er sein Amt aus Altersgründen niedergelegt.

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm die Feier zum 666-jährigen Bestehen des Dorfes, für die er die Idee hatte: „Ich habe lange überlegt, zu welchem Datum wir eine Feier ausrichten können und bin dann darauf gestoßen, dass Littel im Jahr 1350 zum ersten Mal erwähnt wurde“, sagt Liebl. Anschließend wurde im Heimatverein darüber diskutiert und beschlossen, die Feier auszurichten: „Über 100 Gruppen und Fahrzeuge waren dabei, das waren drei sehr schöne Tage“, erzählt Liebl, der zu dem Zeitpunkt zwar nicht mehr 1. Vorsitzender war, die Feier jedoch mit organisiert hat.

In seiner Zeit als 1. Vorsitzender hat er unter anderem dafür gesorgt, dass Littel mit schnellem Internet versorgt wird: „2012 haben wir den Breitband-Ausbau organisiert, zudem wurde die Straßenbeleuchtung mit Unterstützung der Gemeinde erweitert“, betont Liebl. Auch der Dorfplatz, das „Wahrzeichen von Littel“, wie Liebel sagt, wurde während seiner Amtszeit neu gestaltet und mit einer Sitzgruppe sowie einer Infotafel ausgestattet.

Doch Liebl war nicht nur im Heimatverein aktiv: 1961 trat er mit 18 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr Littel ein. 1975 wurde er Stellvertretender Ortsbrandmeister, 1982 Ortsbrandmeister, 1989 Gemeindebrandmeister und 1995 Stellvertretender Kreisbrandmeister. 2005 musste er aus Altersgründen aus der Feuerwehr ausscheiden. Zwei große Brände sind dabei besonders in Erinnerung geblieben: „1971 ist eine große Scheune nach einem Blitzschlag abgebrannt und 1974 mussten wir zu einem Waldbrand in die Lüneburger Heide“, berichtet der 75-Jährige.

Seit 2006 ist er Bezirksvorsteher in Littel. Zudem stellt er seit 2009 den Jahresrückblick zusammen. Dies wird er auch in den nächsten Jahren tun. „Ich bin ein waschechter Litteler und fühle mich verpflichtet, das Dorfleben zu fördern“, beschreibt Liebl seine Motivation.

Liebl hat nie woanders gelebt. Er ist in Littel aufgewachsen, ging hier zur Schule und zur Arbeit. Nun ist er froh, dass ein junger Vorstand seine Arbeit weiterführt: „Dies ist kein Job zum Ausruhen, man muss sehr viel Zeit und Interesse haben“, betont er. Seine Familie und vor allem seine Frau Erika haben ihm dafür immer den Rücken frei gehalten: „Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau.“

Nils Coordes Redakteur / Online-Redaktion
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