Lintel /Hurrel Die Speelkoppel Lintel will auch in der neuen Saison die Lachmuskeln der Freunde des plattdeutschen Lustspiels strapazieren. „De Opa, de Papa un ik“ lautet der Titel der Komödie in drei Akten, die am Samstag, 12. Januar, Premiere im Landgasthaus Mehrings in Hurrel feiern wird. Es ist wieder mal ein turbulentes Stück, dass sich die Linteler ausgesucht haben. Es stammt von Ulla Kling und wurde von Heino Buerhoop ins Plattdeutsche übertragen.

Das neue Stück

Alles beginnt ganz harmlos: Robert (Jens Ehler) beschließt, in der Familienhütte im Wald noch zwei Tage zu entspannen, nachdem seine Tagung früher zu Ende war. Er informiert niemanden darüber und will einfach nur seine Ruhe haben. Aber das ist keine gute Idee.

Schon bei der Ankunft findet er in dem Freizeitdomizil seiner Familie die junge „Stupsi“ (Insa Pieper) vor, die dort schon ein paar Tage unerlaubt haust. Dann taucht zu allem Überfluss plötzlich Roberts Frau Ingrid (Wiebke Schlötelburg) auf. Sie will die Hütte während der Abwesenheit ihre Mannes mal wieder putzen. Was sie da sieht, treibt ihr die Zornesröte ins Gesicht. Für sie steht fest, dass ihr Mann sie betrügt. Roberts Erklärungsversuche scheitern kläglich. Seine Ehefrau reist wutentbrannt wieder ab.

Und dann steht zu allem Überfluss auch noch Roberts Sohn Robbie (Dennis Precht) vor der Tür. Der wollte in der Hütte für eine Prüfung büffeln. Das unerwartete Familientreffen in der Waldhütte wird durch Roberts Vater, Opa Erich (Fred Pöpken), komplettiert. Der hat Reißaus genommen vor der meckernden Oma (Anke Wenke), die sich auch noch auf den Weg gemacht hat, um ihren Gatten in der Waldhütte zu suchen. Das ist zu viel für Robert. Und dann ist da auch noch der Förster (Frank Büscher) als Beschützer des Waldes...

Zurzeit wird fleißig geprobt im Landgasthaus Mehrings in Hurrel. Als „Topustersche“ sitzt Anke Pöpken im Flüsterkasten.

Erinnerungen

Die Linteler Speelkoppel feiert mit dem Saisonstart 2019 auch ihr 40-jähriges Bestehen.

1979 hatte die Lintelerin Hella Bisanz die Initiative ergriffen und mit einer großen Portion Idealismus die „Speelkoppel Lintel“ ins Leben gerufen. Sie wollte an die langjährige Tradition des Laienspiels vor dem Krieg anknüpfen, schrieb damals die NWZ. In Magda Krey, Ilse Werner, Alfred Ahlers, Wilfried Logemann und Friedel Vink sowie Marlene Wiechmann als Souffleuse fand sie genügend Mitspieler. Auf dem Neujahrs- und Eröffnungsball 1980 im damaligen Schützenhof Lintel fand die überaus erfolgreiche Premiere statt. Der Einakter „Wi kriegt Besöök“ von Jens Exler lockte eine große Schar von Besuchern. Aufgrund des großen Erfolges wurde die Aufführung auch noch einmal wiederholt

Seitdem gibt es jedes Jahr ein neues Stück. Von „Dat Doktorbook“ über „en Matjes singt nich mehr“ bis hin zu „Dat Geld is in Emmer“. Jedes Jahr ein neues Stück. Und es gab noch keine Wiederholungen. Schon seit Jahren sind sind es abendfüllende Dreiakter. Die Spieler haben gewechselt. Der ungebrochene Spaß am Laienspiel ist geblieben. Als der Schützenhof Lintel schloss, wechselte die Speelkoppel zum Gasthof Wicht in Altmoorhausen. Seit 2010 ist der Landgasthof Mehrings in Hurrel das Theaterlokal. „Wir fühlen uns hier total wohl“, sagen die Theaterspieler. Sie wissen es zu schätzen, dass zum Beispiel der Saal auch bei Proben geheizt ist.

Und Proben stehen noch einige an, bis alles sitzt für das neue Stück. Krankheitsbedingt habe es eine leichte Verzögerung gegeben. So sei Anke Wenke noch schnell für die erkrankte Doris Ahlers eingesprungen, hieß es.

Sieben Mal in Hurrel

Elf Vorstellungen sind auch in diesem Jahr geplant. Premiere ist am Samstag, 12. Januar, 19.30 Uhr, bei Mehrings in Hurrel.

Dort folgen weitere Vorstellungen am Sonntag, 20. Januar, 14.30 Uhr, Freitag, 25. Januar, 19.30 Uhr, Sonntag, 27. Januar, und Sonntag, 3. Februar, jeweils 14.30 Uhr. Da die traditionellen Vorstellungen im Huder Haus am Bahnhof in Hude nicht mehr möglich sind, gibt es noch zwei weitere Termine zum Abschluss der Saison im Gasthaus Mehrings in Hurrel: Freitag, 15. Februar, 19.30 Uhr, und Sonntag, 24. Februar, 14.30 Uhr. „Wir freuen uns, wenn die Huder Zuschauer auch nach Hurrel kommen“, so Anke Wenke.

Eine Karte für die Vorstellungen in Hurrel kostet 6 Euro im Vorverkauf (Landgasthof Mehrings, Telefon   04408/1819) beziehungsweise 6,50 Uhr an der Tageskasse.

Ein mal in Kirchhatten

„De Opa, de Papa un ik“ wird außerdem gezeigt am Sonntag, 10. Februar, 15 Uhr, im Schützenhof Kirchhatten (Karten bei Udo Hilmer unter Telefon   04482/1274 und an der Tageskasse).

Zwei Mal in Neerstedt

Am Freitag, 1. März, 20 Uhr, und Sonntag, 3. März, 15 Uhr, wird das Stück auf der Theaterbühne Neerstedt gezeigt (Telefon   04432/1604).

Ein Mal in Ganderkesee

Außerdem tritt die Speelkoppel in der Aula des Gymnasiums am Steinacker in Ganderkesee auf (Freitag, 15. März, 19 Uhr). Karten gibt es bei der RegioVHS Ganderkesee-Hude.

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Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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