Ganderkesee Über Abfall in der Landschaft freut sich niemand – und das ist ja auch der Grund, weshalb am Wochenende erneut hunderte Freiwillige zum Müllsammeln im Rahmen der „Aktion Saubere Landschaft“ ausrückten. Aber manche Funde sind so kurios, dass die Sammler schmunzeln mussten. Der Orts- und Verkehrsverein Schönemoor beispielsweise wurde Zeuge einer gescheiterten Beziehung: Eine selbst zusammengestellte Musik-CD mit der Aufschrift „Für meinen Märchenprinz“ lag in seinem Beritt achtlos weggeworfen im Straßengraben.

Mehrere leere Tüten mit der Aufschrift „Prinzessbohnen“, Gelbe Säcke mit Grasschnitt, Damenunterwäsche, Autobatterien, Beutel mit Hundekot und noch vieles andere sorgten bei den rund 70 Sammlern der Altgemeinde Schönemoor aber teils auch für Kopfschütteln, als sie sich zum Abschluss auf dem Hof Klüver bei Gulaschsuppe über ihre Erlebnisse austauschten.

Insgesamt scheint sich der Trend des vorigen Sammel-Wochenendes zu bestätigen: Es liegt nicht mehr gar so viel Unrat an Straßenrändern und in Gebüschen, wie in den Vorjahren. Rund zwei Kubikmeter waren es etwa beim Orts- und Heimatverein Bürstel-Immer, der mit 30 Erwachsenen und 20 Kindern bei der Aktion vertreten war. Eigentümlichste Funde hier: fünf Wischmopps mit Stiel und 50 große Wodkaflaschen entlang einer einzigen Straße. Die Vogelfreunde Ganderkesee, die zu neunt bereits am Freitag ausgeschwärmt waren, waren am Ende des Tages – unfreiwillig – Kinderwagenbesitzer. Beim Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum machten (Pfand-)Flaschen und Verpackungsmüll einen Großteil der 0,8 Kubikmeter Unrat aus. Vorsitzender Hans-Jürgen Hespe sah’s pragmatisch: „Das Pfand kommt nach Rückgabe des Leerguts in die Vereinskasse.“

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Ebenfalls ihre Dörfer vom Unrat befreit haben am Sonnabend der Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh, die Ortsvereine Rethorn und Hoykenkamp, die Dorfgemeinschaft Bookhorn sowie die Orts- und Heimatvereine Bookholzberg-Grüppenbühren und Ganderkesee.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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