Dötlingen „Unterwegs“: Der Titel ihrer Ausstellung ist mit Bedacht gewählt. Nicht nur, dass die Künstlerinnen Kerstin Kramer, Renate Fäth und Barbara Meichsner-Drobinski mit ihrer gemeinsamen Werkschau unterwegs sind durch die Lande und sie – nach Dötlingen – noch andernorts in neuer Zusammenstellung präsentieren. Auch sinnbildlich will das Künstler-Trio aus dem Bund Bildender Künstler Oldenburg den Titel verstanden wissen: für den „menschlichen und künstlerischen Weg“, so Fäth. Wobei jede der Künstlerinnen einen ganz anderen Ansatz hat.

Davon können sich Besucher der aktuellen Ausstellung mit gut 40 Werken – Acrylbilder, Objekte und Bildhauerei – in der Galerie im Dötlinger Heuerhaus überzeugen. „Stille und Bewegung, Dynamisches und in sich Gekehrtes“ bilden interessante Gegensätze in dem künstlerischen Gemeinschaftsprojekt, wie Galeristin Sybille Rob ausführte, die bei der Vernissage am Sonntag kurzfristig die Laudatio für den verhinderten Theo Haasche (Oldenburg) übernahm.

Da sind die Arbeiten der Malerin und Bildhauerin Kerstin Kramer, der es in ihren Acryl- und Mischtechnikbildern wie auch in handbearbeiteten Steinskulpturen um Individuen „in Bewegung, das Vorbeiziehen alltäglicher Szenen“ geht, wie sie sagt. Verschiedene Szenen werden verwoben, überlagern sich, geben einen neuen Sinn und lassen dem Betrachter Raum für eigene Assoziationen – so beim Bild „Spiegeleimaschine mit Nockenwellenschaden“, entstanden aus dem Foto ei-ner forschenden Jugendgruppe und überlagert von der Erfahrung eines Autoschadens.

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Den Menschen, „sein Werden und seinen Umgang mit dem Vergehen“ nennt Barbara Meichsner-Drobinski als ihr Hauptthema. Gestalten werden mit eingebracht in abstrakte Malerei; Steinobjekte oder auch Fundstücke beleuchten das menschliche Sein. Da lässt ein Stein aus einem münsterländischen Steinbruch, beim Anheben zerbrochen und von der Künstlerin zu einer Skulptur aus zwei eng beieinanderstehenden Steinen verbunden, an Menschen, an eine Paarbeziehung denken: Durch einen Spalt getrennt, bilden beide doch eine Einheit.

In den Arbeiten Renate Fäths hingegen tritt der Mensch ganz zurück: Ihr Thema ist die nordische Landschaft, die sie – aufgewachsen an der Küste – verinnerlicht hat. Die Natur ist für sie „ein großer Ruhepol“. Ihre Bilder, die – so Galeristin Rob – auf den ersten Blick eher „wie abstrakte informelle Malerei“ anmuten, gewähren stille Einblicke. Nur wenige Landschaftskoordinaten würden dem Betrachter angeboten, etwa die in die Bilder eingearbeiteten Fäden, die an Pflanzliches denken ließen, oder die von Fäth verwendeten dünnflüssigen Lasuren, die eine „dunstig-nebelige Grundstimmung“ erzeugten.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 31. März zu den Öffnungszeiten der Galerie: mittwochs und donnerstags, 14 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags 11 bis 18 Uhr.

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