HUDE Jörg Kreusel behält eine exponierte Stellung als ehrenamtliche Kraft in der Jugendarbeit der Gemeinde Hude. Künftig soll seine Funktion als „Jugendbetreuer“ bezeichnet werden, die Besetzung soll weiterhin dem Gemeinderat obliegen. Mit dieser bei einer Gegenstimme von Anke Paradies (SPD) gefassten Empfehlung änderte der Sozialausschuss am Montagabend eine Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung ab.

Mit ihrem Vorschlag, die Richtlinie über die Bestellung eines ehrenamtlichen Gemeindejugendpflegers außer Kraft zu setzen und Kreusel künftig als ehrenamtlichen pädagogischen Assistenten einzusetzen (die NWZ berichtete), hatte die Verwaltung bei den meisten Ausschussmitgliedern für Verwirrung gesorgt. „Ich kann die Änderungen nicht nachvollziehen. Das bisherige System hat sich doch bewährt“, sagte Bernhard Wolff (CDU). Kreusels Arbeit genieße hohe Wertschätzung, betonte sein Fraktionskollege Gerit Menkens.

Auch SPD-Ratsherr Nico Rettcher warnte vor einer Abwertung des Engagements von Jörg Kreusel. Er sei jemand, der seinen Urlaub verwende, um die Jugendarbeit zu unterstützen. „Man wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn man das in Frage stellen würde.“

Diesem Eindruck widersprach Bürgermeister Axel Jahnz. Er betonte, es gehe nur um eine „Umfirmierung“, weil die Bezeichnung „Gemeindejugendpfleger“ immer wieder zu Verwechslungen mit hauptamtlichen Kräften geführt habe. Kulturhof-Leiterin Birgit Lohmann-Liebezeit ergänzte: „Ich möchte Jörg Kreusels Erfahrungen nicht missen.“ Angesichts der Vielfalt der ehrenamtlichen Kräfte im Kulturhof könne sie sich „einen ganzen Pool“ von ehrenamtlichen Assistenten vorstellen.

CDU-Ratsherr Friedrich Schnabel betonte hingegen, es mache einen „qualitativen Unterschied“, ob ein Ehrenamtlicher – so wie Jörg Kreusel – vom Rat bestellt werde. Daran wolle die CDU festhalten. Schnabel beantragte daher mit Erfolg, die Richtlinie beizubehalten und nur die Bezeichnung „ehrenamtlicher Gemeindejugendpfleger“ durch „Jugendbetreuer“ zu ersetzen.

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