Ganderkesee Wenn in diesem Januar etwa 40 Schüler des Gymnasiums Ganderkesee zur „Orchesterfahrt“ nach Lastrup aufbrechen, nehmen sie die Noten eines noch unbekannten Komponisten mit. Die Jugendlichen allerdings kennen diesen Tondichter. Er wird mit im Bus sitzen: Frederik Rößler, 17, will mit den Mitschülern in Lastrup seine neueste, für 19 verschiedene Stimmen geschriebene Komposition einstudieren. Die Uraufführung werde wenig später im Gymnasium folgen – „wohl im Februar“.

Was die Gäste in der Aula dann hören, war in der Folge einer Auftragsarbeit entstanden. So entstand eine Ballade – die Frederik später umschrieb in eine Fassung für besagte 19 Instrumente. Als „eine Mischung aus Pop-Hymne und Orchestermusik“ beschreibt der Gymnasiast das Resultat.

Nach seinen musikalischen Vorlieben befragt, stellt Frederik klar: „Classic-Rock, aus den 70ern und 80ern“. Wenn zum Beispiel Deep Purple, Uriah Heep, Barclay James Harvest, Fury in the Slaughterhouse oder die Scorpions mit erkennbarem Enthusiasmus spielten, dann „war da eine Seele drin“. Faszinierend findet es der 17-Jährige, wenn Musik mitreißend ist.

Wann er selbst angefangen hat zu komponieren? „Mit neun“ sei das wohl gewesen, aber „die ersten Zeilen hab’ ich nicht mehr“. „Mit elf, zwölf“ habe er mit dem Keyboard erste Lieder zusammengestellt, dabei zunächst aber nur auf die Melodien geachtet. Erst später begann er, mittlerweile am Klavier, die Abläufe genau zu strukturieren, Refrains, Zwischenspiele, Überleitungen einzubauen.

Seine Kompositionen entwickelt der Gymnasiast auf zweierlei Weisen: Entweder „spiele ich am Klavier und schaue, ob da etwas Schönes dabei ist“ – oder „ich hab’ Melodien im Kopf, lauf zum Klavier, spiele sie und nehme sie als Memo auf.“ Teils sind die Kompositionen zugeschnitten auf die (englischsprachigen) Texte, die aus der Feder von Cousin Jannis stammen.

Ob er denn Komponist werden will? „Film-Komponist oder Songwriter“, das seien schon interessante Metiers, findet Frederik. Manchmal achte er bei einem Film mehr auf den Soundtrack als auf die Bilder. „Die Musik entscheidet darüber, ob ein Film gut oder schlecht ist.“ In der Film-Musik-Branche werde teils „sehr gute Musik gemacht“. Eben Musik, die mitreißend ist.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.