HUDE Die Sternsinger werden von Erwachsenen begleitet. Sie sammeln Geld für Kinder-Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Von Matthias Kosubek HUDE - Exotische Gestalten in farbenprächtigen Gewändern werden am kommenden Sonnabend, 7. Januar, die Straßen in Hude und Wüsting bevölkern. Etwa 120 Mädchen und Jungen pflegen auch in diesem Jahr wieder die Tradition des Sternsingens und ziehen als „Heilige Drei Könige“ von Haus zu Haus. Dabei werden sie um Geldspenden für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika und Asien bitten.

Gleichzeitig werden sie gute Wünsche und Gottes Segen zum neuen Jahr überbringen und mit einer Kreide den Segensspruch 20*C+M+B+06 auf, neben oder über die Tür schreiben. Dieses Kürzel steht für das lateinische „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne dieses Haus). Die drei Buchstaben stehen auch für Caspar, Melchior und Balthasar, wie die drei Weisen aus dem Morgenland geheißen haben sollen.

Zunächst treffen sich übermorgen die 120 kostümierten Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis 15 Jahren in der katholischen St. Marienkirche an der Breslauer Straße zusammen mit den 45 erwachsenen Begleitern zu einem Aussendungsandacht. Von 9.30 bis 14.30 Uhr sind sie dann, begleitet von Erwachsenen, in Hude und Wüsting unterwegs.

In diesem Jahr steht die bundesweite Sternsinger-Aktion, übrigens bereits die 48., unter dem peruanischen Motto „Los niños lo pueden lograr – Kinder schaffen was!“ Deshalb soll besonders auf die arbeitenden Kinder in Peru hingewiesen werden, die schon früh für sich und ihre Familien Verantwortung übernehmen müssen. Mit den Erlösen aus der Aktion „Dreikönigssingen“ helfen die Sternsinger, dass arbeitende Kinder vor Ausbeutung geschützt und so gefördert und unterstützt werden, dass sie zum Beispiel auch in die Schule gehen können und einen gerechten Lohn für ihre Arbeit erhalten. Weltweit werden so jährlich rund 3000 Projekte in aller Welt finanziell gefördert. Für Millionen von Kindern bedeutet dies die Hoffnung auf ein besseres Leben.

Das Huder Dreikönigssingen ist übrigens inzwischen eine ökumenische Aktion: auch evangelische Kinder beteiligen sich daran. Bereits im November war unter Leitung von Marion Haskamp, Sieglinde Suhr und Maria Janning mit den Vorbereitungen begonnen worden. Zwar steht noch aus früheren Jahren ein Fundus an Kostümen zur Verfügung, doch auch dieses Mal haben Mütter wieder viel Fantasie aufgewendet, um neue zu schneidern.

Auf ihrem Weg durch die Gemeinde hoffen die Huder Sternsinger auf eine freundliche Aufnahme und eine großzügige Unterstützung.

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