Bookholzberg In diesem Punkt ist sich Lisa Dirks sicher. Wenn alle diejenigen, die zurzeit Exponate für das angestrebte „Stedingsehre“-Dokumentationszentrum sammeln, ihre Fundstücke zusammentragen, dann „würde das schon eine große Ausstellung ergeben“. Doch bevor es soweit ist, wird zurzeit eine kleine Ausstellung vorbereitet: Lisa Dirks und ihre Gästeführer-Kollegin Inge Meyer sowie Bernd Franck aus Hude wollen den Gästen der Feier „10 Jahre Arbeitskreis Stedingsehre“ Eindrücke von der Kultstätte der NS-Diktatur verschaffen.

Vier oder fünf Stellwände will das Trio vorbereiten – und sich dabei begrenzen auf die Zeit nach 1934, als die Freilichtbühne Stedingsehre dem nationalsozialistischen Regime zu Propaganda-Zwecken diente. Auch wolle man anhand eines vor wenigen Monaten aufgetauchten Fotos zeigen, welche weiteren Monumentalbauten entstehen sollten, um Menschen in der so genannten „Gauschulungsburg Bookholzberg“ nach nationalsozialistischer Ideologie zu „erziehen“. Lisa Dirks betonte, dass keine Originale ausgestellt würden.

Der Arbeitskreis Stedings-ehre, der der regioVHS Ganderkesee-Hude angegliedert ist, bestehe zurzeit aus etwa 15 bis 20 aktiven Teilnehmern. „Auch Studenten, die an der Uni Oldenburg das Fach Geschichte belegt haben, machen mit.“

Viele der Arbeitskreis-Mitglieder, aber auch weitere Privatpersonen sowie Vereine in der Gemeinde seien teils seit Jahren dabei, Exponate für das im Spieldorf des Berufsförderungswerks (BFW) angedachte Dokumentations- und Informationszentrum zusammenzutragen. Ein Beispiel: Ein Vater und dessen Sohn hätten via Internet Cromargan-Geschirr erworben, das in einer Garage in England gefunden wurde, früher aber zur Ausstattung des Gästehauses von Stedingsehre gehörte.

Das Fabrikmuseum Nordwolle in Delmenhorst, so sagte Lisa Dirks, habe sich mit der Geschichte von Stedings-ehre bereits in einer Ausstellung befasst, damals zum Beispiel ein von Studenten gefertigten Modell der Gauschulungsburg gezeigt.

Bislang sei allerdings nur gesammelt, nicht aber archiviert worden.

Die Jubiläumsfeier des Arbeitskreises (und mit ihr die kleine Ausstellung) findet am Sonnabend, 7. November, von 10 bis 17 Uhr im BFW, Apfelallee 1, statt. Sechs Referenten werden zur Vergangenheit und Zukunft von Stedingsehre sprechen, darunter Prof. Dr. Dietmar von Reeken vom Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Danach wird VHS-Leiter Rolf Schütze ein Podiumsgespräch zu den Perspektiven für die Freilichtbühne moderieren.
 Anmeldungen für die Feier unter Telefon   04222/444 44

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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