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Klattenhof Nur rund 140 Menschen leben in der Streusiedlung auf einer Fläche von etwa vier mal vier Kilometern. Gemeint ist Klattenhof. Ursprünglich ein Oldenburger Geestbauerndorf, leben hier heute etliche Pendler. Aber ihnen allen liegt ein bemerkenswerter origineller Gemeinsinn im Ort am Herzen. Um viele Begebenheiten geht es in dem Dorf von Götz Neuber mit dem Titel „Meine lieben Klattenhofer, mine leeven Klattenhöver“. Dazu kommen Bilder aus dem Fundus von Werner Abel.

„Das Buch habe ich nur einmal aufgeschlagen und schnell ein Lächeln auf den Lippen gehabt“, begrüßte Anke Holtmann als Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Klattenhof am Samstagmorgen neben Bürgermeister Ralf Spille rund 30 Klattenhofer.

Im Dorfgemeinschaftshaus stand die Vorstellung des neuen Buches über die Geschichte und Geschichten aus der Dorfgemeinschaft Klattenhof im Mittelpunkt. Götz Neuber hat viele Anekdoten, Döntjes und Begebenheiten zusammengefasst. Werner Abel hatte sein privates Foto-Archiv durchstöbert und eine Auswahl getroffen.

„Obwohl ich noch gar keine Zeile gelesen habe, war mein Interesse sofort erwacht, als ich die vielen Fotos mit bekannten Gesichtern gesehen habe“, ergänzte Anke Holtmann. Schöne Bilder, die dem Vergessen entgegenwirken würden. Sie ließen die alte Zeit im Dorf wieder aufleben.

„Brauchtum und Nachbarschaft leiden heute an Schwund“, sagte Neuber. Zum Beispiel seien noch vor Jahren die Hochzeitsbitter unterwegs gewesen, um zu Familienfeiern einzuladen. „Das Buch soll zeigen, wie das Leben im Dorf lief und läuft. Wenn man anfängt zu blättern, kommen schnell wieder die alten Erinnerungen mit Namen und Begebenheiten in Erinnerung. Die Folge: Es wird wieder darüber gesprochen“, erklärte Neuber.

Von ehemals 150 Klattenhofern, die Anfang der 90er Jahre das Dorfhaus mit aufbauten, ist die Rede. Heute würden noch rund 140 Menschen im Dorf leben. Auch für sie ist das Buch gedacht, um zu verstehen, was alles von den Dorfbewohnern auf die Beine gestellt worden ist und wie die Nachbarschaft funktionierte. Vielleicht auch ein Anlass, Nachbarschaften wieder vermehrt zu pflegen.

Werner Abel ist der Anfrage von Neuber für Fotos zum Buch gerne nachgekommen. Seit Anfang 1970 hat Abel die wichtigsten Feste und Ereignisse in Fotoserien festgehalten. „Daraus habe ich eine Auswahl erstellt“, so Abel.

Mit einigen Kostproben aus dem Buch führte Neuber in die Geschichten in und um Klattenhof ein. Gleich zu Beginn geht es um Friedel Strodt­hoff bei der Hasen-Ahlers-Feier 1981 und um den eigenwilligen Zeitgenossen, der so gar nicht ins bestehende Ordnungsschema passen wollte. Anekdoten um die „vielen Stolles“ oder die Familie Osterloh fehlen ebenso wenig, wie das Grabungsthema Welsburg, Döntjes ums Dorphus, Dorfpolitik und anderes aus Klattenhof.

Die 74 Seiten sind eine amüsante und informative Lektüre. Sie sind bestens geeignet als Buch (ISBN 978-3-95987-081-7) immer mal wieder so nebenbei. Zu haben ist die Neuerscheinung im Buchhandel, bei Götz Neuber und Werner Abel.

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