HARPSTEDT 5000 Stunden ehrenamtliche Arbeit, 40 000 übertragene Daten und 22 Helfer. Das sind die Zahlen des „ersten Bauabschnittes des Projekts Kirchenbuch“ der evangelischen Kirchengemeinde Harpstedt. Bei einer Kaffeetafel des Kirchenvorstands würdigten die Teilnehmer nun einmal in Ruhe die fertige Arbeit.

Nahezu alle Daten von Taufen, Hochzeiten und Sterbefällen aus den Jahren 1659 bis 1899 haben die zweiköpfigen „Erfassungsteams“ zusammen getragen. Als Dank erhielten sie u.a. einen Scheck der Kirchen-Stiftung als symbolische Anerkennung der Leistung in Höhe von 200 Euro, überreicht durch die stellvertretende Vorsitzende Brigitte Wilke.

Die Idee zur Erfassung ist der Wunsch, die Daten für die Nachwelt zu sichern, so die Verantwortlichen. Durch das Feuer im Flecken von 1739 gingen alle Daten von 1713 bis 1739 verloren. Dieses Risiko wolle man nicht noch einmal eingehen.

Die Kleingruppen unter Leitung von Samtgemeindearchivar Dr. Jürgen Ellwanger werteten die Daten zum Schutz der Originale anhand von Fotos aus. Während eine Person die alte Sütterlinschrift entzifferte, übertrug die andere die Daten in das Computerprogramm. Ein weiteres Team kümmerte sich um die Umtragung der Daten in Tabellen, während wieder andere die neuen Fotos anfertigten. Man habe vergnügliche Stunden verbracht, so die Freiwilligen. „Namen zu begegnen, die man jetzt noch kennt, macht richtig Freude", so Barbara Drube. Und der 80-jährige Wilfried Eiskamp sah manche Erzählung aus seiner Kindheit und Jugend durch die Daten bestätigt.

Damit die Arbeit der Freiwilligen auch anderen zugute kommt, soll sie veröffentlicht werden. Ob auf einer CD für ein elektronisches Ortsfamilienbuch oder im Internet, steht noch nicht fest.

Die gesamte Erfassung aller Daten wird noch Jahre in Anspruch nehmen, da die Daten noch Familien und Personen zugeordnet werden müssen.

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