GANDERKESEE Es wäre schön, wenn mehr Kinder wieder Zugang zu Kaninchen fänden, meinte Christel Zießler, als sie am Sonnabend in Vertretung von Landrat Frank Eger und Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas die 40. Vereinsschau der Rassenkaninchenzüchter I 25 in der Reithalle am Donnermoor eröffnete. Der Wunsch ging umgehend in Erfüllung: Die Jugendleiterin des Landesverbandes der Züchter hatte eine ganze Reihe junger Menschen eingeladen, die Ausstellung aus nächster Nähe zu betrachten.

Aber auch einige junge Leute aus Ganderkesee fanden den Weg in die umfunktionierte Reithalle – und waren von den kuscheligen Vierbeinern ganz begeistert. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es mit knapp 140 rund 40 Tiere mehr zu sehen, darunter auch einige Farben, die in Ganderkesee so noch noch nicht vertreten waren: Züchter aus Wildeshausen waren der Einladung gefolgt und hatten ihre Tiere in Ganderkesee präsentiert. „Leider waren die Versuche, die beiden anderen Ganderkeseer Kaninchenzuchtvereine aus Stenum und Schierbrok zum Mitmachen zu motivieren, nicht erfolgreich“, bedauerte Ausstellungsleiter Günther Coors. Wie bei vielen anderem Vereinen auch drohe die Überalterung. „Wir haben unsere Jugendgruppe vor zwei Jahren aufgegeben“, berichtete Coors. Eine Kehrtwende sei nicht in Sicht. Das liege nicht nur daran, dass Fernsehen und Computerspiele interessanter erscheinen. Viele junge Menschen scheuten offenbar auch davor zurück, für Tiere Verantwortung zu übernehmen, erklärte Coors.

Heiko Würdemann, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Nord Oldenburg, bescheinigte den Ganderkeseer Züchterkollegen gute Arbeit. „Die Ausstellung ist das Erntedankfest der Kaninchenzüchter“, erinnerte Würdemann daran, wie viel Engagement und Arbeit ein ganzes Jahr lang erforderlich seien, um die Tiere in einer solchen Verfassung präsentieren zu können. Die Preisrichter hätten nur wenige Minuten Zeit, um die erreichten Standards zu beurteilen. Dies gelinge ihnen in aller Regel gut. „In dieser Ausstellung sind viele schöne Tiere versammelt“, stellte der Experte fest – und untermauerte damit das Resultat der Preisrichter. Die am besten bewertete Häsin erreichte 97,7 von 100 möglichen Punkten – ein ganz herausragendes Ergebnis, wie auch Coors anmerkte.

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Christel Zießler unterstrich in ihrem Grußwort die Hingabe, mit der die Züchter ihrem Hobby nachgingen. Sie selbst habe mehrfach die Vereinsausstellungen besucht, als ihre Kinder noch klein waren. Die Kleintierzucht habe im ländlichen Raum immer noch einen gewissen Stellenwert. „Und auch das Vereinsleben kommt nicht zu kurz“, lobte die Gastrednerin.

Ein besonderer Dank ging an den Reitverein Ganderkesee, der inzwischen schon 30 Jahre lang sein Domizil für die Ausstellung zur Verfügung stellt. Zum Dank bekamen die Reiter am Wochenende einen großen Pokal.geschenkt.

Wolfgang Loest Redaktionsleitung / Redaktion Ganderkesee
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