Irland /Hude Die meisten Auftritte hat die Big Band „Jazz Invaders“ hier in der Region. Aber in diesem Jahr ging es für die Musiker wieder auf eine besondere Konzertreise: in den Südwesten Irlands. Dort hat sich die Gruppe mittlerweile ein Stammpublikum erspielt.

2014 ist die Gruppe um den Huder Orchesterleiter Hans Kämper zum ersten Mal auf der Insel aufgetreten. Nun waren sie zum dritten Mal im County Kerry unterwegs und „total erfolgreich“, so Kämper. Zehn Tage hat die Band dort verbracht und insgesamt vier Auftritte gehabt. „Die Iren sind sehr musikaffin“, sagt der Orchesterleiter. Die Menschen dort interessierten sich unheimlich für Musik, „das ist schön zu sehen“.

Unter anderem hat die Gruppe das „Festival of Music and the Arts“ eröffnet. Dafür wurde sie bei einem irischen Radiosender vorgestellt, zusätzlich wurden einige Stücke angespielt. Der Auftritt machte Eindruck: Am Tag darauf wurde Kämper von einigen Menschen im Städtchen auf das Konzert angesprochen.

Die Freundlichkeit der Menschen in Irland ist es auch, was die Bandmitglieder fasziniert. „Die Menschen wenden sich einem zu“, sagt Kämper, „sie sind sehr offen.“

Ein für die Gruppe besonderes Konzert fand auf Valentia Island statt. Bei der Hauseinweihung eines deutschen Ehepaares hatte die Big Band einen Ausblick auf die Insel Skellig Michael, bekannt aus einem neueren Star-Wars-Film.

Die Jazz Invaders wurden direkt zur nächsten Konzertreise in Irland eingeladen. Wahrscheinlich geht es 2021 wieder dorthin, für jährliche Reisen ist der Aufwand zu groß. So müssen etwa Instrumente und Zubehör transportiert werden. Dafür wird ein großer Wagen gemietet. Dieses Mal haben die drei Mitglieder, die damit unterwegs waren, auf der Rückfahrt die Fähre von Rosslare nach Roscoff in der Bretagne genommen. Aufgrund eines Sturms waren sie statt der geplanten 15 Stunden insgesamt 20 Stunden auf See. „Aber sie sind heil drüben angekommen.“ Bei den ersten beiden Reisen ging die Tour immer durch Großbritannien. Der Grund für die veränderte Route war unter anderem der Brexit. Denn wenn das Land aus der EU austritt, kann es sein, dass die Instrumente wieder durch den Zoll müssen, so wie früher. „Das war der Horror“, erinnert sich Kämper. Denn auch für die Durchreise mussten die Instrumente stets ein- und auch wieder ausgeführt werden – ein großer zusätzlicher bürokratischer Aufwand. „Das würde alles wiederkommen“, fürchtet Kämper.
 Die nächsten Auftritte: Freitag, 1. November, 20 Uhr bei Jazz in Habenhausen, Simon-Petrus-Kirche in Bremen; Samstag, 23. November, 20 Uhr, beim Jazzfest Delmenhorst im Kulturzentrum Villa; Donnerstag, 12. Dezember, um 20 Uhr im Wilhelm 13 in Oldenburg.


     www.jazzinvaders.de 
Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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