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Hude Seit fast 100 Jahren begehen Naturfreunde jedes Jahr am 24. Mai den „Tag des Parks“, einen europaweiten Aktionstag für Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks. Ein besonders schöner und Jahrhunderte alter Park befindet sich in der Gemeinde Hude: der von-Witzleben-Park im Klosterbezirk.

„Der Park sieht noch aus wie vor 200 Jahren“, berichtet Greta von Witzleben. Man orientiere sich dabei an einem Gemälde des Künstlers Theodor Presuhn, größere Veränderungen seien aber ohnehin nicht ohne Weiteres machbar, so die Gutsherrin. „Er steht unter Landschaftsschutz, Naturschutz, Ensembleschutz und ist Naturdenkmal.“ Unter anderem deshalb werde der Park auch von privater Hand gepflegt – „sonst würde die ganze Romantik flöten gehen“, ist sich die Huderin sicher. Sie kümmert sich gemeinsam mit Hausmeister Hans-Günter Heiber um die zwölf Hektar große Fläche mit ihrem üppigen Baum-, Pflanzen- und Tierbestand – sieben Tage die Woche. „Und die Zeit reicht bei Weitem nicht aus“, lacht von Witzleben. Momentan, im Frühjahr, sei man mit dem Unkrautjäten, Rasenmähen und Wässern der Zitruspflanzen täglich beschäftigt. Hinzu kämen die Schäden, die die wilden Kaninchen auf dem Gelände und der Riesenknöterich an den Teichufern hinterließen.

Aber es lohnt sich: „Die Gemeinde Hude wird von den Oldenburgern für ihren schönen Park beneidet“, weiß sie. „Und das schon seit Jahrhunderten.“

Vor knapp 200 Jahren sei der Huder Park rund um die Klosterruine von ihrem Vorfahren Christoph Ernst von Witzleben, Oberhofjägermeister und Wegbegleiter von Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg, angelegt worden. Der Großherzog habe seinen Untergebenen um die sehenswerte Ruine im Park beneidet und einen Nachbau beantragt. „Der war aber wohl nicht so schön wie eine echte Ruine“, vermutet Greta von Witzleben. Daher sei der Nachbau nie in Auftrag gegeben worden und Oldenburg habe nie einen vergleichbaren Park bekommen.

Doch wie im „normalen“ Garten ist auch die Parkbesitzerin mit ihrem Gelände wohl nie zu 100 Prozent zufrieden: „Ich träume davon, die Teiche endlich zu entschlammen und von Neuanpflanzungen der Eichenallee von 1804.“ Den Besuchern aber gefällt es trotzdem: Zwischen 50 und 150 Personen locke die landschaftliche Schönheit bei den Führungen in der Regel in den Park, so die Huderin.

Désirée Senft Volontärin / NWZ-Redaktion
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